Nach TSV 1860 gegen SV Meppen Timo Gebhart übt Selbstkritik: "Ich brauche noch drei, vier Spiele"

Timo Gebhart übt Selbstkritik. Foto: imago images/Jan Huebner

Sechzigs Spielmacher Timo Gebhart spart nach dem mageren 0:0 des TSV 1860 gegen den SV Meppen nicht an Kritik. Der Spielmacher sieht auch bei sich selbst Verbesserungsbedarf.

 

München - Timo Gebhart hätte durchaus der Matchwinner werden können. Schon vor der Pause drehte er im Heimspiel des TSV 1860 am Samstag gegen den SV Meppen - wie hätte es besser passen können - jubelnd vor der Westkurve ab und wollte sich für seinen Treffer zum 1:0 feiern lassen (37.). Einzig: Das Tor zählte nicht - und es blieb beim 0:0.

"Es ist natürlich auch noch bitter, dass mein Tor nicht gezählt hat", erklärte Gebhart hinterher im Gespräch mit den Medienvertretern über sein Startelfdebüt. Erster Einsatz über 90 Minuten, erster Treffer im 1860-Trikot seit seiner Rückkehr - auch das wäre eine Geschichte gewesen für den Publikumsliebling. Es sollte anders kommen. Nach Schlusspfiff sparte der Mittelfeld-Mann nicht mit Kritik - zunächst an Schiedsrichter Benedikt Kempes und dessen Gespann.

Timo Gebhart: Kritik am Schiedsrichter

"Ich habe es schon drei, vier Mal gesehen. Es ist schon hart, das abzupfeifen. Das war ja gar nix: kein Abseits, kein Foul", ärgerte sich der 30-Jährige über die Szene, als er am langen Pfosten per Kopf zur vermeintlichen Führung abgestaubt hatte.

In der Nachspielzeit von Durchgang Nummer eins war auch noch ein Kopfballtreffer von Aaron Berzel abgepfiffen worden. "Ich weiß nicht, ob das Abseits ist", sagte ein frustrierter Gebhart zweifelnd.

Chancenverwertung des TSV 1860 schlecht

Anstatt eine Wut-Tirade auf den Unparteiischen zu halten, fand es der Taktgeber nur "schade" und nahm sich und seine Nebenmänner in die Pflicht: "Wir müssen unsere Chancen selber machen. Wir müssen unsere Angriffe besser ausspielen, dann kommen wir zu ein, zwei Chancen mehr. Dann ist das Spiel gelaufen oder es spricht zumindest vieles für uns."

Gebhart übt Selbstkritik

Dabei sah der gebürtige Memminger auch bei sich selbst Verbesserungspotenzial. "Jetzt habe ich zum ersten Mal von Anfang an gespielt. Vielleicht brauche ich noch drei, vier Spiele." Seine Leistung sei "schon in Ordnung" gewesen, aber: "Ich habe noch Luft nach oben."

Der Rückkehrer könne sich in Sachen "Endgeschwindigkeit, Spritzigkeit und Laufwege" noch steigern. Gelingt ihm das bi gleichzeitig ausbleibenden Verletzungen, dürfen die Sechzger-Fans ihn und seine Treffer vielleicht schon bald bejubleln - die Sechzger hätten es dringend nötig.

 

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