Nach Tierquäler-Vorwürfen der PETA Daniela Böhm mit Online-Petition gegen Münchner Schlachthof

Daniela Böhm startete vor wenigen Tagen eine Online-Petition gegen den Münchner Schlachthof. Bisher haben über 50.000 Menschen unterschrieben. (Archiv-/Symbolbild) Foto: dpa/GoogleStreetView/FIB/AZ

Vor wenigen Tagen hat die Tierschutzorganisation PETA Anzeige gegen den Münchner Schlachthof erstattet. Eine Online-Petition gegen die Einrichtung spricht nun auch direkt OB Dieter Reiter an.

 

München - Die Vorwürfe der Tierschutzorganisation PETA wiegen schwer: Tierquälerei und Hygienemängel im Münchner Schlachthof. Tiere sollen vor ihrer Schlachtung nicht ordnungsgemäß betäubt worden sein, laut eigener Aussagen liegen der Organisation entsprechende Aufnahmen vor.

Seit Dezember läuft das Ermittlungsverfahren, wenig später folgte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München I. "Das PETA vorliegende Foto- und Videomaterial legt die dringende Vermutung nahe, dass auch im Münchner Schlachthof Fehlbetäubungen stattfinden", so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. Jetzt wurde die Anzeige erweitert – so soll es vor allem auch große hygienische und lebensmitteltechnische Defizite in der Einrichtung geben.

Online-Petition von Daniela Böhm

Daniela Böhm, die Tocher des verstorbenen Schauspielers Karlheinz Böhm, hat nun eine Petition gegen den Münchner Schlachthof gestartet. Hier richtet sie sich direkt an Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter: "Wir bitten Sie, Herr Oberbürgermeister, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, damit die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München zügig vorangehen und eine lückenlose, schnelle und ehrliche Aufklärung der Vorfälle stattfinden kann."

Böhm fordert, dass der Schlachthof regelmäßig von unabhängigen Stellen und/oder Personen, wie unabhängigen Tierärzten des Münchner Veterinäramtes, kontrolliert wird. Außerdem fordert sie, dass auch das Veterinäramt einer "reibungslosen Aufklärung und Untersuchung" unterzogen wird, da dieses aktuell bei den Schlachtungen vor Ort ist. Sie möchte, dass die Einrichtung einer "Rekommunalisierung" unterzogen wird, der Schlachthof also wieder als städtischer Eigenbetrieb geführt wird.

Seit vergangenem Montag haben mehr als 50.000 Menschen die Online-Petition unterschrieben. (Stand: 11.02, 10 Uhr)

 

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