Nach Skiunfall langsam aus Koma geholt Arzt bestätigt: Schumacher wird aufgeweckt

Genau hier stürzte Michael Schumacher so schwer, dass er seit dem Unfall im Koma liegt. Ein Foto von AFPTV zeigt jetzt die Unfallstelle. Foto: AFP

Fomel-1-Legende Michael Schumacher befindet sich nach Angaben seines Arztes in der Aufwachphase. Schumi-Managerin Kehm hatte Berichte zuvor als "Spekulation" zurückgewiesen.

Grenoble - Michael Schumacher wird offenbar tatsächlich langsam aus dem Koma geholt. Das bestätigte jetzt ein Neurochirurg, der auch zum OP-Team Schumachers gehört, dem französischen Fernsehsender BFMTV. Die Ärzte reduzierten Stückchen für Stückchen die Betäubung, mit dem Ziel, die Formel-1-Legende aus dem künstlichen Koma zu holen, bestätigt Stéphan Chabardes von der Uniklinik Grenoble.

Zuvor hatte auch die französische Zeitung L'Équipe darüber berichtet. Sie zitierte einen nicht mit Schumacher befassten Neurologen, der das Prozedere erklärte: "Sobald die Betäubung ausreichend abgesenkt ist, wird man sehen, ob er die Augen öffnet", erklärte Jean-Luc Truelle. Ein Wach-Zustand manifestiere sich "in einer Wiederaufnahme der Kommunikationsfähigkeit. Man werde versuchen, dies zu verifizieren, indem man ihm einzelne Befehle erteile. Wie: "Öffnen Sie die Augen. Schließen Sie die Augen. Öffnen Sie den Mund." Die Zeichen, die Schumacher bisher zeigt, seien "ermutigend", sagt L'Equipe.

Gleichzeitig machte er aber auch klar: Der Aufwach-Prozess könne sich über mehrere Wochen erstrecken

Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm hatte den Medienbericht über den Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters als Spekulation bezeichnet. „Ich betone erneut, dass jegliche Aussagen über Michaels Gesundheitszustand, die nicht vom behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammen, als Spekulation zu werten sind“, teilte Kehm in einer schriftlichen Stellungnahme am Mittwoch mit. „Ich wiederhole, dass wir Spekulationen nicht kommentieren werden“, bekräftigte sie.

Michael Schumacher-Drama: Die Chronologie

Schumacher liegt nach seinem schweren Skiunfall in Méribel weiter im Krankenhaus von Grenoble. Bei dem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen hatte er sich am 29. Dezember ein schweres Schädel-Hirn-Traum zugezogen. Die bis dato letzten offiziellen Informationen stammen vom 17. Januar. Sein Zustand wurde damals als stabil bezeichnet, die Ärzte würden ihn aber weiter kritisch betrachten.

 

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