Nach Sieg im Pokal-Viertelfinale FC Bayern: Manuel Neuer mit kleinem Seitenhieb gegen Ex-Klub Schalke

Manuel Neuer (l.), Serge Gnabry (m.) und Thomas Müller nach dem Spiel gegen Schalke. Foto: Bernd Thissen/dpa

Der FC Bayern ist nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 im DFB-Pokal eine Runde weiter. Doch die Münchner hatten es gegen sehr tief stehende Königsblaue die meiste Zeit über schwer. Nach dem Spiel konnte sich Kapitän und Ex-Schalker Manuel Neuer einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

 

Gelsenkirchen/München - Es war ein enormer Kraftakt, doch der FC Bayern steht nach dem 1:0-Sieg beim FC Schalke 04 im Halbfinale des DFB-Pokals.

Wagners Matchplan geht lange Zeit auf

Beinahe über die vollen 90 Minuten ging der Matchplan von Schalke-Trainer David Wagner wie gewünscht auf: In einem 5-4-1-System tief stehen, kompakt bleiben und bei einem Ballgewinn mit einem schnell gespielten Konter für Gefahr sorgen.

Einmal waren die Gelsenkirchener dann aber doch nicht geordnet. Nach einem abgewehrten Eckball kam Joshua Kimmich an der Strafraumgrenze an den Ball. Der 25-Jährige zog per Volley ab und erzielte somit den entscheidenden Treffer des Abends. Auch etwas Glück war dabei – Kimmich tunnelte bei seinem Schuss gleich zwei Schalker.

Doch die Königsblauen hatten auch einige Chancen: Die größte vergab wohl der eingewechselte Benito Raman, der nach einem Konter von Rabbi Matondo frei vor Bayern-Torwart Manuel Neuer zum Schuss kam, aber nicht genügend Druck hinter den Ball brachte.

Neuer: "Fußball zelebrieren konnte man heute nicht"

Am Ende stand die Null allerdings bei Neuer, der sich nach der Partie einen kleinen Seitenhieb in Richtung Ex-Klub nicht verkneifen konnte. Auf die Frage, warum das Spiel kein richtiger Pokal-Fight gewesen ist, antwortete der 33-Jährige: "Es lag heute viel an der Taktik der Schalker: Stumpfer Rasen, lange Bälle, hinten reinstellen. Fußball zelebrieren konnte man heute auf dem Platz nicht." Dennoch stellt Neuer klar, dass seine Mannschaft verdient weitergekommen sei: "Wir hatten gute Chancen und über 80 Prozent Ballbesitz, totale Spielkontrolle."

Allerdings ist dem Torwart auch bewusst, dass es durchaus zu einem Gegentor hätte kommen können: "Man weiß natürlich, dass immer alles passieren kann. Das hat man auch in der ersten Hälfte bei dem knappen Abseitstor von Burgstaller gesehen. Gerade als die schnellen Spieler reingekommen sind - Kutucu und Raman - hätte bei einem Konter etwas passieren können. Unsere ganze Mannschaft hat eine tolle Defensivleistung gezeigt, so dass wir die Null halten konnten."

Kimmich: "Sie haben sich hinten reingestellt"

Auch Torschütze Kimmich äußerte sich nach der Partie zum System der Schalker: "Ich war überrascht, wie die Schalker aufgetreten sind. Sie haben sich mit einem 5-4-1 hinten reingestellt." Und weiter: "Ich glaube es war heute nicht möglich, den Gegner so zu überrollen, weil Schalke sehr tief stand und die Räume sehr eng gemacht hat. Es war nicht immer möglich schnell und direkt zu spielen. Wir haben es probiert, es ist nicht alles gelungen. Wir haben auch zwei, drei gefährliche Konter gegen uns gehabt."

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