Nach Scooter und Roller Elektro-Invasion in München: Jetzt gibt's auch E-Bikes zum Leihen

, aktualisiert am 12.09.2019 - 14:44 Uhr
Flitzen ab sofort durch München: Die roten "Jump"-E-Bikes. Foto: Andreas Laufenberg

Das Leihrad-Angebot von Obike in München endete in einem Desaster. Jetzt wagt Fahrdienstvermittler Uber einen neuen Versuch und bietet E-Bikes zum Ausleihen an.

 

München - E-Roller, E-Scooter und jetzt auch noch E-Bikes: München ist seit Donnerstag um ein weiteres Sharing-Verkehrsmittel reicher. Die US-Firma Uber bietet ihre "Jump"-Leihräder ab sofort in der Stadt an.

Die Elektrofahrräder erreichen dank der elektronischen Tretunterstützung eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h und sind damit um fünf km/h schneller als die E-Scooter, die seit diesem Sommer ebenfalls durch die Stadt flitzen.

Uber: Start mit 200 Leihrädern

Zunächst soll das Angebot von Uber 200 Leihräder umfassen, die größtenteils in der Altstadt, Maxvorstadt, Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt sowie in Sendling aufgestellt werden. "Der Geschäftsbereich soll mit zusätzlichen Rädern und im Dialog mit der Stadt bedarfsorientiert erweitert werden", teilt Uber mit.

Die "Jump"-Bikes gibt es bereits in Berlin. Uber-Manager Christian Freese zufolge ist das Konzept in der Bundeshauptstadt ein voller Erfolg. "Die Leihräder sind in Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr eine echte Alternative zum eigenen Auto. Pendler gelangen mit ihnen von der Bus- oder Bahnstation bis direkt vor ihre Haustür oder ins Büro. Auch zu Randzeiten und für Querverbindungen erleichtern Jump-Bikes die Fahrt ans Ziel. Wir freuen uns, diese Flexibilität nun auch nach München zu bringen", so Freese.

Nach Obike: Wird auch "Jump" zur Katastrophe?

Wie auch bei den E-Scootern ist die Nutzung recht einfach. Die Uber-App zeigt die verfügbaren Fahrräder in der Nähe an – der Nutzer kann dann ein Radl reservieren oder direkt vor Ort mit dem QR-Code am Lenker oder Schloss freischalten. Die Reservierung oder Freischaltung kostet einen Euro, pro Fahrminute rechnet Uber dann noch zusätzlich 20 Cent ab.

München hat mit Leihrädern nicht die besten Erfahrungen gemacht – das hat das Obike-Desaster in den vergangenen Monaten gezeigt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bei den roten "Jump"-Rädern in München entwickeln wird.

 

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