Nach Rassismus-Vorwurf "Die Simpsons": Hank Azaria wird nicht länger Apu sprechen

Hank Azaria will Apu Nahasapeemapetilon nicht länger seine Stimme leihen. Foto: [M] shutterstock.com/Tinseltown; imago images / Cinema Publishers Collection

Schauspieler und Synchronsprecher Hank Azaria hat seinen Rückzug aus der "Simpsons"-Produktion angekündigt. Die Stimme des indischen Ladenbesitzers Apu musste sich zuvor gegen Rassismus-Vorwürfe wehren.

 

Seit 1989 und somit dem Start der Serie "Die Simpsons", leiht Hank Azaria (55, "Friends") unter anderem dem "Kwik-E-Mart"-Besitzer Apu Nahasapeemapetilon seine Stimme. Wie Azaria nun im Interview mit der US-amerikanischen Webseite "Slashfilm" bestätigte, werde er die Stimme nicht mehr sprechen - "solange es keine Möglichkeit gibt, sie in irgendeiner Weise zu verändern."

Der Charakater, der in der Show als Austauschstudent aus Indien in die USA kam, hatte des Öfteren für Publikumskritik gesorgt. Azaria als weißer Sprecher versah Apu mit einem stark überspitzten indischen Akzent, was einige als rassistisch empfanden. Die Diskussion kam insbesondere durch eine Doku namens "The Problem with Apu" des Comedians Hari Kondabolu (37) im Jahr 2017 auf. Darin erläutern indischstämmige US-Amerikaner, welche Diskriminierungserfahrungen sie mit dem Charakter verbinden.

Er habe die Entscheidung gemeinsam mit den Serienmachern getroffen, so Azaria im "Slashfilm"-Interview. Sie seien sich alle einig gewesen, dass das der richtige Schritt sei. "Wir fühlen uns gut damit." Ob der Charakter nun umgeschrieben werde oder ganz aus der Serie verschwinde, sei noch nicht klar. Hank Azaria spricht noch weitere "Simpsons"-Charaktere, unter anderem Moe Szyslak, Chief Clancy Wiggum oder den "Comicbuch-Verkäufer".

Hari Kondabolu befürchtet Kritik

Comedian Hari Kondabolu hat bereits in einem Tweet auf Azarias Entscheidung reagiert: "Ich hoffe, dass sie den Charakter behalten und sehr talentierte Schreiber etwas Interessantes mit ihm anstellen. Wenn sie damit auch nicht die Show verbessern, ersparen Sie mir zumindest einige Morddrohungen."

 

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