Nach Ölflaschen-Anschlag Polizei überwacht Motorradstrecken

 Quelle: Unbekannt

Nach dem tödlichen Ölflaschen-Anschlag bei Markt Rettenbach kontrolliert die Polizei nun verstärkt bekannte Motorradstrecken in den Landkreisen Unter- und Ostallgäu.

Markt Rettenbach -  Dadurch wolle man mögliche weitere Gefahrenstellen rechtzeitig erkennen. Zudem werde ein Abschreckungseffekt für den Täter angestrebt und das Sicherheitsgefühl der Motorradfahrer solle verbessert werden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Am Sonntag war ein 37-jähriger Motorradfahrer auf einer von insgesamt zehn Ölspuren gestürzt, gegen einen entgegenkommenden Wagen geprallt und noch an der Unfallstelle gestorben. Die Ermittler gehen bei den Ölflecken inzwischen auch offiziell von einer absichtlichen Tat aus. „Aufgrund des Spurenbildes der Fahrbahnverunreinigungen ist von einer vorsätzlichen Verschmutzung dieser Streckenabschnitte auszugehen“, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Bislang habe die Ermittlungsgruppe „Ölfleck“ mehr als 50 Hinweise erhalten. Eine ganz heiße Spur sei aber noch nicht dabei, sagte der Sprecher. Insgesamt wurden den Angaben zufolge zehn Ölspuren an neun verschiedenen Orten entdeckt. Die Distanz zwischen den beiden am weitesten voneinander entfernten Fundstellen beträgt rund 20 Kilometer.

Die Polizei geht deswegen davon aus, dass der Täter mit einem Fahrzeug unterwegs war. Mit ersten Untersuchungsergebnissen zu den gefundenen Spuren wurde nicht vor Mittwoch gerechnet. Worum es sich bei der öligen Substanz genau handelte, blieb zunächst offen. Zudem sollten Glassplitter auf Fingerabdrücke überprüft werden. Die Polizei befragte außerdem Angehörige des Opfers und Anwohner der betroffenen Streckenabschnitte.

 

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