Nach McLaren-Report Bobverband entzieht Russland die WM

Die Bob-WM findet nicht in Russland statt. Foto: Cj Gunther/dpa

Vor dem Hintergrund der neuen Enthüllungen im McLaren-Report entzieht der Bobverband Sotschi die WM. Ein Ersatzort soll schon bald feststehen.

 

Sotschi - Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF hat vor dem Hintergrund der jüngsten Dopingenthüllungen Sotschi am Dienstag die Weltmeisterschaften entzogen.

Das gab die IBSF am Dienstag auf ihrer Website bekannt.

Ein Ersatzort für die Titelkämpfe, die vom 13. bis 26. Februar geplant sind, soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Im Gespräch ist auch Deutschland mit der Bahn am Königssee.

"Das IBSF-Exekutivkomitee war der Auffassung, dass es in dieser schwierigen Zeit nicht ratsam ist, eine solche Veranstaltung in Russland zu organisieren", hieß es in einer Mitteilung.

Der zweite McLaren-Report hatte ein staatlich gestütztes Dopingsystem in Russland bestätigt. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von Doping-Vertuschung profitiert haben, unter anderem bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Der Skeleton-Verband Lettlands hatte am Montag bereits angekündigt, eine WM in Sotschi zu boykottieren. Mehrere andere Ländern diskutierten denselben Schritt und erhöhten damit den Druck auf die IBSF.

Russland hat den Entzug der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2017 als politisierte Entscheidung verurteilt. "Das sind sehr traurige Nachrichten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Russland werde weiter mit allen Mitteln seine Interessen schützen, sagte er dem TV-Sender RT.

 

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