Nach fristloser Kündigung 1860 und Poschner einigen sich

Einigte sich mit den Löwen: Gerhard Poschner Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Posse um den vertriebenen Sportdirektor Gerhard Poschner ist vorbei. Karl-Christian Bay:„Das ist alles sauber beendet worden“ 

 

München - Gerhard Poschner ist Geschichte beim TSV 1860. Diesmal endgültig. Die Posse um den scheidenden Sportdirektor ist nach zähen Verhandlungen vorbei.

„Das ist alles sauber beendet worden. Es gibt eine Einigung. Von Poschner wird nichts mehr kommen“, bestätigte der Verwaltungsratvorsitzende Karl-Christan Bay am Rande der 1860-Mitgliederversammlung der Fußballabteilung am Sonntag.

Ende Juli war der glücklose Sportchef fristlos zurückgetreten, nachdem er mehrmals öffentlichkeitswirksam degradiert worden war vom damaligen Notpräsidium um Siegfried Schneider und Bay.

Die harten Sanktionen und arbeitsrechtlich fragwürdigen Schritte seien unumgänglich gewesen. "Ich glaube der Weg war ein Stück weit alternativlos. Wir hatten wenig Handlungsmöglichkeiten und mussten eine Reaktion erzwingen“, so Bay.

Mit der Einigung umgeht der Verein ein juristisches Nachspiel, doch die Poschner-Posse kostete dem Verein fast die komplette Transferperiode. „Wir haben viel Zeit verloren, aber die Zeit hat der damalige Geschäftsführer schon verloren, in der Vorbereitung auf die aktuelle Spielzeit“, rechtfertigte sich Bay.

Poschner habe die Planung für die Zweite Liga erst nach dem Relegations-Spiel gegen Holstein Kiel begonnen – und damit viel zu spät. Der Streit um Poschner spaltete den Verein und hinterließ neben der sportlichen Tristesse tiefe Gräben zwischen den Gremien.

Diese zu überwinden ist eine der Aufgaben des neuen Löwen-Präsidenten, der am 15. November in die Fußstapfen von Schneider treten soll. „Ich hätte gerne einen Präsidenten, der in der Lage ist, kraftvolle Entscheidungen zu treffen – und diese auch zu vertreten.

Und jemanden, der es schafft, die Gemeinschaft der Löwen zu sammeln und hinter sich zu bringen“, präzisierte Bay. Wer der Kandidat ist, der diese Anforderung erfüllen soll, wird sich schon im Verlauf dieser Woche zeigen. Dann gibt der Verwaltungsrat seinen Kandidaten bekannt. 

 

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