Nach ersten Fällen im Landkreis Freising Hasenpest: Ansteckungsgefahr auch in München

Im Landkreis ist die Hasenpest ausgebrochen, anstecken können sich auch Menschen. Foto: dpa

Nachdem im Landkreis Freising vor kurzem die Hasenpest nachgewiesen worden ist, rät auch die Stadt München im Umgang mit Wildtieren zu Vorsichtsmaßnahmen. 

 

München - Nachdem vor kurzem im Landkreis Freising bei zwei toten Feldhasen der Erreger der Hasenpest festgestellt worden ist und der Erreger bereits einen Menschen befallen hat, rät auch die Stadt München zu Vorsichtsmaßnahmen. Denn auch Personen aus dem Stadtgebiet und dem Großraum München können sich anstecken, sofern sie direkten Kontakt zu infizierten Tieren haben.

Erste Fälle der Hasenpest im Landkreis Freising

In einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch heißt es konkret: "Das Referat für Gesundheit und Umwelt weist darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem Auftreten der Hasenpest im Landkreis Freising auch Ansteckungen von Personen aus dem Stadtgebiet und dem Großraum München möglich sind, wenn ein direkter Kontakt zu infizierten Wildtieren oder über infizierte Hunde und Katzen stattgefunden hat."

Warnung insbesondere zum Beginn der Jagdsaison

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs appelliert an Erholungssuchende und Naturfreunde, "insbesondere in Anbetracht der beginnenden Jagdsaison auch an Jäger und Personen, die Umgang mit Wildfleisch haben", besondere Vorsicht walten zu lassen. "In freier Natur gefundene verendete oder auffällige Hasen, Kaninchen und andere Säugetiere sollten keinesfalls berührt werden. Ein direkter Kontakt mit Wildtieren ist unbedingt zu vermeiden."

Der Umgang mit erlegten Feldhasen und Wildkaninchen erfordere "persönliche Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Mundschutz und Einmalhandschuhen, da die Erreger sowohl durch kleinste Verletzungen der Haut sowie durch Einatmen infektiöser Stäube aufgenommen werden", so Jacobs weiter.

Warnung vor Hasenpest - grippeähnliche Symptome

"Personen, die nach ungeschützten Kontakten Fieber, Lymphknotenschwellungen, Schüttelfrost und andere grippeähnliche Symptome an sich bemerken, sollten dringend unter Angabe der Vorgeschichte einen Arzt aufsuchen, damit eine gezielte Diagnostik erfolgen und mit einer Antibiotikatherapie zeitnah begonnen werden kann", so die Münchner Gesundheitsreferentin

 

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