Nach der Klatsche So will der EHC Red Bull München noch die Wende schaffen

Verlassen enttäuscht das Stockholmer Eis: Die EHC-Youngster Justin Schütz (l.) und Luca Zitterbart. Foto: imago/JESPER ZERMAN

Nach der 1:5-Pleite bei Djurgarden Stockholm demonstriert der EHC Optimismus fürs Rückspiel: "Ich halte es für realistisch, dass wir das packen können", sagt Nationalstürmer Frank Mauer.

 

München - Frank Mauer hatte als einer der Ersten nach dem 1:5 von Stockholm, diesem schwer verdaulichen Schweden-Happen, seine Fassung wiedergefunden.

Und so gab der Stürmer des EHC Red Bull München nach der Hinspielpleite im Viertelfinale der Champions Hockey League bei Djurgarden Stockholm gleich die Losung fürs Rückspiel am kommenden Dienstag (20 Uhr) aus: "Es ist egal, wie hoch das Spiel ausgegangen ist, weil wir immer die Chance haben, solche Spiele zu drehen. Von daher gehe ich davon aus, dass wir in der Lage sind, zu Hause mit 4:0 zu gewinnen. Ich halte es für realistisch, dass wir das packen können", sagte der Olympia-Silberheld von Pyeongchang.

Mauers Optimismus in allen Ehren, aber es ist schon ein heftiges Packerl, das der EHC aus Schweden mitbringt. Eine Wende im Rückspiel in München, das der EHC mit vier Toren Unterschied gewinnen muss, um sich in die Verlängerung zu retten, käme einer Sensation gleich. Noch nie ist es einem Team in sechs Saisons der Champions Hockey League gelungen, einen solchen Rückstand nach dem Hinspiel umzubiegen.

Trotz Hinspiel-Debakel: Maurer glaubt an Rückspiel-Sieg

Die größte Aufholjagd lieferte just vor wenigen Wochen Titelverteidiger Frölunda Göteborg, der ein 3:6 gegen Färjestad Karlstad, ebenfalls aus Schweden, mit einem 8:2-Sieg zu Hause wettmachte.

Doch Mauer lieferte gleich ein Rezept mit, wie es im Rückspiel noch klappen soll: "Ich denke, dass wir am besten sind, wenn wir in den Zweikämpfen hungrig sind und gut aus der Defensive herausspielen. Das war heute nicht der Fall. Die Schweden haben sehr gut gespielt, ohne Frage, aber wir haben auch schon Teams von ähnlicher Stärke geschlagen. Wir müssen im nächsten Spiel mit noch mehr Intensität spielen, dann haben wir auch die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen."

Es wäre nicht das erste Mal, das sich das Team aus einer misslichen Lage befreit. Im vergangenen Jahr machte man mit Rückspielsiegen in Zug und in Salzburg den Durchmarsch ins Finale perfekt, in dem man dann in Göteborg unterlag. Für eine Aufholjagd müssen die Red Bulls aber anders auftreten als in Stockholm, wo sie im ersten und letzten Abschnitt durchaus ebenbürtig waren, aber das zweite Drittel verpennten.

EHC München im Verletzungspech

Ex-NHL-Star Patrik Berglund (7. Minute), Gustav Possler (10.), Kalle Östman (31.), Tom Nilsson (35.) und Anton Hedman (56.) trafen für Djurgarden, für den EHC war nur Jason Jaffray (9.) erfolgreich, der nach über einem Jahr Verletzungspause erst am Freitag sein Comeback gegeben hatte.

"Djurgarden war viel besser als wir. Sie sind stark am Puck und haben sich viele Chancen herausgespielt", sagte EHC-Trainer Don Jackson, der auf Derek Roy, Mads Christensen, Bobby Sanguinetti, Maximilian Daubner und Torhüter Danny aus den Birken verzichten musste, "wir hingegen haben unsere Chancen nicht nutzen können." Aus den Birkens Stellvertreter Kevin Reich war zuletzt krank und wohl noch nicht ganz fit, er machte im letzten Drittel Platz für Daniel Fießinger. Beide Torhüter müssen es auch im Rückspiel richten.

"Wir müssen von Anfang an bereit sein und versuchen, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen", sagt Verteidiger Daryl Boyle. Damit man die Schweden vielleicht doch noch mit einem Happs hinunterschluckt.

 

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