Nach der Bayern-Pleite Pesic: „Die Zeit für solche Niederlagen ist vorbei“

Die 55:70-Pleite in der Euroleague bei  Partizan Belgrad hat die Basketballer des FC Bayern München und Trainer Svetislav Pesic geschockt. In der Liga kommt Trier.

 

München - Am Tag danach hatte sich Svetislav Pesic schon wieder etwas beruhigt. „Wir haben nicht attackiert, sondern nur reagiert“, sagte er zur 55:70-Niederlage seiner Basketballer am Donnerstagabend bei Partizan Belgrad. Für den FC Bayern war es ein Punkte-Negativrekord in dieser Saison. „Obwohl wir sehr motiviert und gut vorbereitet waren, haben wir von Anfang an keinen Rhythmus gefunden“, sagte Pesic.

Am Donnerstagabend waren seine Worte sogar noch deutlicher: „Das war eines unserer schlechtesten Saisonspiele. Ich bin nicht enttäuscht, ich bin wütend.“ Tatsächlich hatten sich die Bayern einen blutleeren, fahrigen Auftritt erlaubt. Sie verloren fahrlässig viele Bälle, sie trafen selbst einfache Würfe nicht, sie schauten in der Verteidigung oftmals nur zu. Das erlebte auch Robin Benzing so: „Wir haben Partizan alles machen lassen und uns das Leben selbst schwer gemacht.“

Mit der Niederlage haben die Bayern ihre Chancen auf das Viertelfinale der Euroleague – und damit den größten Erfolg einer deutschen Mannschaft im europäischen Wettbewerb überhaupt – deutlich reduziert. „Das war ein wichtiges Spiel“, sagte Sportdirektor Marko Pesic, „was die nächste Runde und was die Entwicklung der Mannschaft betrifft. Insofern hat mich die Leistung, die ich gesehen habe, etwas irritiert. Wir waren am Anfang des Spiels nicht konzentriert genug.“

Waren die Bayern nach dem Hammer-Programm der vergangenen Wochen (fünf Spiele in zehn Tagen) einfach platt? „Unsere Leistung in Belgrad dürfen wir nicht auf das stramme Programm schieben“, sagt Pesic. Das geht am Sonntag (18 Uhr, Audi Dome) gleich weiter gegen Trier. „Trier ist gefährlich, sie schielen nach den Playoffs“, sagt Pesic. Bayern braucht den Sieg, um die Tabellenführung zu wahren. Pesic mahnt: „Die Zeit für solche Niederlagen wie in Belgrad ist vorbei.“

 

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