Nach dem Tod von Helmut Kohl Walter Kohl: Streit mit Maike Kohl-Richter eskaliert

Es ist unwürdig: Der Streit zwischen Kohl-Sohn Walter und Witwe Maike Kohl-Richter scheint endgültig auszuarten. Walter bekam mit seinen beiden Kindern keinen Zugang zum Leichnam seines verstorbenen Vaters. Es folgten gegenseitige Schuldzuweisungen...

 

Es ist ein unwürdiges Spiel, das der verstorbene Altkanzler Helmut Kohl nicht verdient hat: Der Familienstreit zwischen seinem Sohn Walter und seiner Witwe Maike Kohl-Richter scheint vollkommen aus den Fugen geraten zu sein. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, verwehrte Kohl-Richter am Mittwoch ihrem Stiefsohn Walter bereits zum zweiten Mal den Zugang zu seinem aufgebahrten Vater. Gemeinsam mit dessen Enkeln Johannes und Leyla wollte er sich verabschieden, wurde allerdings nach 10-minütigem, vergeblichem Klingeln von der Polizei vom Grundstück verwiesen. (Hier gibt es das Buch "Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung" von Walter Kohl)

Laut Aussagen des Kohl-Richter Anwalts Stephan Holthoff-Pförtner habe Walter Kohl die Situation bewusst eskalieren lassen. Walter Kohl habe bereits am Dienstag ein verabredetes Telefonat platzen lassen, in welchem das Prozedere des Trauerakts im Straßburger EU-Parlaments, des Requiems im Dom zu Speyer und auch der Beisetzung im engsten Familienkreis besprochen werden sollte. Kohl widersprach dieser Darstellung vehement: Er habe vergeblich auf einen Anruf gewartet.

Es sei eine Lüge, dass er das Telefonat habe scheitern lassen. Sein Sohn sei extra aus China angereist, um sich von seinem verstorbenen Großvater zu verabschieden. Dieser habe jedoch genauso wie dessen Schwester und er selbst Hausverbot erteilt bekommen. Walter Kohl sei "empört über das Verhalten von Maike". Das bestätige aber in seinen Augen seine Erfahrungen der letzten Jahre.

 

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