Nach dem Fall Edathy Bayerisches Kabinett beschließt Initiative gegen Kindernacktfotos

Nach der Edathy Affäre will die bayerische Regierung die Einstufung von Kinderpornos überdenken. Edathy hatte aus Kanada Nacktbilder von Kindern bestellt, die derzeit noch nicht als Pornografie gelten.

 

München – Bayern will eine Bundesratsinitiative gegen den Handel mit Nacktfotos von Kindern starten. Das beschloss der Ministerrat am Dienstag in München. Danach sollen Kauf, Verkauf und Tausch von Kindernacktfotos mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder Geldstrafe bestraft werden. Auslöser ist der Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy, der solche Fotos aus Kanada bezogen hatte.

Bisher zählen nur Fotos und Filme von Sex mit Kindern als Kinderpornografie – nicht aber Nacktaufnahmen. „Es darf nicht darauf ankommen, ob ein Kind auf einem Foto eine Handlung vornimmt oder einfach nur sexuell aufreizend abgebildet wird“, sagte Justizminister Winfried Bausback (CSU) laut Pressemitteilung. Ausnahmen sollen aber möglich sein – etwa für Abbildungen in Medizin-Lehrbüchern.

 

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