Nach dem 2:1 des TSV 1860 gegen Nürnberg Die Trainer-Stimmen: "Da muss man viel Phantasie haben"

Jubel über den 2:1-Sieg des TSV 1860 gegen Nürnberg: Torsten Fröhling. Foto: sampics

Torsten Fröhling und Rene Weiler diskutierten nach dem 2:1-Sieg des TSV 1860 das vermeintliche 2:2 der Nürnberger.

 

München - Es könnte die wichtigste Schiedsrichter-Fehlentscheidung in der Zweiten Liga in dieser Saison gewesen sein: In der 85. Minute pfiff Schiri Dr. Jochen Drees nach langen Diskussionen das Ausgleichstor von Dave Bulthuis für den 1. FC Nürnberg wieder zurück. Es war nicht die einzige Szene, über die Torsten Fröhling und Rene Weiler diskutierten.

Torsten Fröhling (1860-Coach) über…

...den 2:1-Sieg: „Das war ein typisches Derby mit einer Super-Kulisse. Darüber haben wir uns richtig gefreut. Auch nach dem Rückstand waren die Fans sehr positiv. Da kann man sich nur bedanken. Wir sind in der ersten Halbzeit gar nicht ins Spiel gekommen. Dann kam das 0:1. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie das Spiel trotzdem noch gedreht hat. Jetzt haben wir endlich mal ein zweite Spiel in Folge gewonnen, das nur für die Statistik. Wir leben noch. Ich bin sehr glücklich.

...die Gelb-Sperren und Valloris Verletzung: „Wir müssen morgen schauen, welche Spieler wir noch haben. Es kamen einige Gelbe Karten dazu. Bei Gary Kagelmacher war es ein vernünftiger Zweikampf, wie es sich gehört. Dass er deswegen eine Gelbe Karte sieht – und ich wusste, dass es die Fünfte ist – hat mich sehr geärgert. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, der nun fehlen wird. Dazu sieht es bei Gui Vallori nicht gut aus. Ich weiß aber noch nichts Genaues.“

...das aberkannte 2:2 der Nürnberger: „In meiner Trainerkarriere habe ich das noch nicht erlebt. Umso schöner heute, dass wir heute die Glücklichen waren.“

...den Druck: „Die Kulisse hat die Spieler nicht belastet. Wir haben auch in Frankfurt vor der Pause nicht gut gespielt. Die Mannschaft hat sich in diese Druckphase hineinmanövriert, damit muss sie umgehen. Das muss sie lernen. Wenn die Saison gut ausgeht, wird die Mannschaft viel gelernt hat und daraus gestärkt hervorgehen.“

...das letzte Spiel in Karlsruhe: „Es bleibt spannend bis zum Schluss. Wir kriegen nichts geschenkt. Die Situation wünscht sich keiner. Wir waren schon abgestiegen, jetzt stehen wir wieder über dem Strich. Da gehört Glück dazu. Aber das muss man sich erarbeiten. Wir sind weiter verdammt zu punkten.“

René Weiler (Trainer 1. FC Nürnberg) über…

...die 1:2-Niederlage: „Nach so einem Spiel muss man erst einmal nach Worten ringen. Es war ein tolles Rahmenprogramm, tolle Stimmung, das hat richtig Spaß gemacht.

...das vermeintliche 2:2: „Das 2:2 muss ich noch mal ansprechen. Mit diesem Tor hatte sich jeder abgefunden. Dann wird es zurückgenommen, obwohl die TV-Bilder belegen, dass es regulär war. Das ist schon eigenartig. Aber es gibt im Fußball offenbar nichts, was es nicht gibt. Der Schiedsrichter hat mir gesagt, dass er das Tor wegen Abseits zurückgenommen hat. Ich kann das nicht nachvollziehen, und nach Betrachtung der TV-Bilder kann ich es noch weniger nachvollziehen. Ich möchte zu dem Thema aber nicht weiter Stellung nehmen und Polemik verbreiten. Derjenige, der das Tor zurückgenommen hat, muss sehr viel Phantasie haben. Da kann man schon auf interessante Gedanken kommen.“

 

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