Nach Chaos-Wochenende Flughafen verteilt 50-Euro-Gutscheine an Betroffene

Rund 32.000 Passagiere waren vom Chaos am Münchner Flughafen betroffen. Foto: Matthias Balk/dpa

Der Münchner Flughafen verteilt nach dem Chaos-Wochenende 50-Euro-Gutscheine an alle Betroffenen. Ein juristisches Nachspiel wird es aber trotzdem geben.

München - Nach der Sicherheitspanne am letzten Juli-Wochenende bei der rund 32.000 Passagiere am Flughafen festsaßen, verschenkt die Flughafen München GmbH jetzt 50-Euro-Gutscheine an die Betroffenen. Die Gutscheine gelten für Läden und Restaurants am Airport und sind drei Jahre lang gültig. Die Gutscheine sollen alle Fluggäste bekommen, deren Flug entweder ganz ausfiel oder mindestens um eine Stunde verspätet war.

Passagiere, die ihren Gutschein erhalten möchten, können sich unter www.munich-airport.de/gutscheinaktion mit ihren Flugdaten für diesen registrieren.

Eine Geste, keine Entschädigung, wie Sprecher Ingo Anspach betont. Der Flughafen weist die Verantwortung für das Chaos von sich, weil die Sicherheitsfirma dem Freistaat gehört. Die Sperrung an sich wurde dann von der Bundespolizei durchgeführt.

Flugportal will vor Gericht ziehen

Ein juristisches Nachspiel wird es aber trotzdem geben – das Portal "flugrecht.de" will die Sache gerichtlich klären. Entschädigungen von der Fluglinie gibt es nur, wenn ein Passagier schon im Sicherheitsbereich war. Rund 30.000 Betroffene hatten am besagten Wochenende aber gar nicht erst die Sicherheitskontrolle passiert. Was aber wenn er gar nicht durchkommt? Dann muss eben der Flughafen zahlen, findet Anwalt Markus Klamert, der die Klage führt. Hat er Erfolg, dürften die Betroffenen wesentlich mehr als 50 Euro erhalten.

Klamert beruft sich auf eine Klage, die er vor rund zwei Jahren geführt hat. Damals hatte ein Passagier wegen des immensen Andrangs beim Sicherheitschecks trotz rechtzeitigen Check-Ins seinen Flug verpasst – Klamert gewann den Fall damals.

"Natürlich können wir die durch die Terminalräumung entstandenen Unannehmlichkeiten nicht ungeschehen machen. Wir wollen mit dieser Geste aber dazu beitragen, dass die betroffenen Fluggäste ihren nächsten Aufenthalt an unserem Airport wieder mit angenehmen Erfahrungen in Verbindung bringen", erklärte Flughafenchef Michael Kerkloh in einer Mitteilung.

 

3 Kommentare

Kommentieren

  1. null