Nach Bluttat in Hanau "Unsinniger Donnerstag" am Viktualienmarkt in München abgesagt

Der "Unsinnige Donnerstag" am Viktualienmarkt wurde abgesagt. (Archivbild) Foto: Patrizia Anderl

Wegen des mutmaßlich rechten Terroranschlags in Hanau ist der "Unsinnige Donnerstag" am Viktualienmarkt abgesagt worden.

 

München - Ein Verwaltungssprecher bestätigte der AZ auf Anfrage, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Grund ist die Bluttat von Hanau. Um 14 Uhr hätte der "Unsinnige Donnerstag" starten sollen. Zuvor hatte auch der Landtag in Bayern seine Faschingsaktivitäten abgesagt.

"Der Bayerische Landtag trauert um die Toten dieser schrecklichen Tat. Wieder sind Menschen Opfer von Hass und Terror geworden", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag in München. Der Angriff auf die offene Gesellschaft und ihre Werte mache fassungslos. "In Gedanken sind wir in diesen traurigen Stunden bei den Angehörigen und Freunden der Getöteten. Wir wünschen Ihnen Kraft und Beistand." Eigentlich wollten am "Unsinnigen Donnerstag" Faschingsnarren aus ganz Bayern im Landtag auftreten und feiern.

Neun Menschen in Hanau erschossen

In Hanau waren seit Mittwochabend neun Menschen an zwei verschiedenen Orten erschossen worden. Stunden nach dem Verbrechen entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen in seiner Wohnung. Dort fanden Spezialkräfte auch noch eine weitere tote Person. Noch in der Nacht übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls.

Offizielle Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Täters gibt es noch keine. Nach dpa-Informationen gibt es aber Hinweise auf eine ausländerfeindliche Motivation.

 

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