Nach Ausschreitungen in Stuttgart Bayerns Polizeipräsident: Randale auch in München denkbar

Derzeit einer der Party-Hotspots der Stadt: Der Gärtnerplatz. Foto: Philipp Hartmann

Sind die heftigen Randale von Stuttgart auch in München möglich? Ja, meint Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer.

 

München - Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer hält Krawalle wie in Stuttgart vor einigen Wochen auch in München für möglich.

"Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einige gibt, die das auch in München probieren wollen. In der gewaltbereiten Szene kann Stuttgart einen Vorbild-Charakter haben. Nach dem Motto: Wenn die das im Südwesten schaffen, dann vielleicht auch wir in München", sagte er der "Bild". Die bayerische Polizei sei gegen Krawallmacher aber gut aufgestellt.

Schmidbauer hält die Ausschreitungen in Stuttgart nicht für ein zufälliges Ereignis. "Mein Eindruck ist, dass das kein Ausrutscher einer harmlosen Partyszene war. Wer Sturmmasken dabei hat, ist nicht der Partygänger, der gerade mal das Prosecco-Glas zur Seite gestellt hat. In der Gesellschaft gibt es eine mangelnde Ächtung von Gewalt. Das ist besorgniserregend."

Münchner Polizei hat "Provokateure" im Blick

Marcus da Gloria Martins, der Sprecher der Münchner Polizei, sagte zuletzt, dass es auch in München sogenannte "Provokateure" geben würde. Rund 40 bis 60 junge Männer hätte die Polizei dabei im Blick. Besagte Männer seien den Randalierern von Stuttgart "von der Motivation und der Mischung her ähnlich". "Wir wissen, wer diese Leute sind und nach wem wir schauen müssen", sagte da Gloria Martins. Nach Ereignissen wie denen von Stuttgart bestehe immer "eine gewisse Ansteckungsgefahr" durch Mitläufer.

Tatsächlich kam es in München zuletzt ebenfalls zu Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei. Erst am vergangenen Wochenende haben mehrere Personen Polizisten an der Isar provoziert und beleidigt. Auch am Gärtnerplatz gibt es immer wieder Ärger mit Partys – Anwohner beschweren sich hier regelmäßig über Lärm, Wildbiesler und Pöbeleien.

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