Nach Aus bei "Die Höhle der Löwen" Jochen Schweizer: Das sagt er über Frank Thelen

Nach seinem Ausstieg bei "Die Höhle der Löwen" steht Jochen Schweizer unter Beschuss. Im Interview mit spot on news spricht er nun Klartext.

 

Jochen Schweizers überraschender Ausstieg aus der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" löste ein gewaltiges Medienecho aus. In einer Pressemitteilung erklärte der Unternehmer am Dienstag, sich in der ersten Jahreshälfte 2017 uneingeschränkt seinem Konzern widmen zu wollen - insbesondere seiner "Jochen Schweizer Arena", die derzeit im Süden Münchens entsteht. Die "Bild"-Zeitung führte am Mittwoch jedoch andere Beweggründe an. Ein mit der Produktion Vertrauter erklärte demnach dem Blatt: "Jochen hat ein Ego-Problem. Das Verhältnis zwischen ihm und den anderen vier Löwen in den letzten Wochen kann man durchaus als zerrüttet bezeichnen." "Wie Jochen jetzt aus der Sendung abgegangen ist, war meiner Meinung nach nicht fair", kritisierte Frank Thelen den Ausstieg seines Mit-Löwen. Vorwürfe, die Jochen Schweizer so nicht stehen lassen möchte. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news bezieht der Unternehmer nun Stellung und findet vor allem für seinen einstigen Kollegen Thelen deutliche Worte.

Herr Schweizer, sind Sie von Ihrem Mit-Löwen Frank Thelen enttäuscht?

Jochen Schweizer: Ja, natürlich. Das Lancieren dieser Falschmeldungen hat mich überrascht. Aber ich habe dadurch herausgefunden, dass er offensichtlich nicht mein Freund ist.

Wie erklären Sie sich seine Aussagen?

Schweizer: Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt war ich immer der Meinung, dass es einen normalen Umgang zwischen uns gab. Es war jetzt nicht so, dass wir uns ständig gegenseitig in der Garderobe besucht hätten. Aber ich respektiere Frank Thelen in seiner Rolle, die er in der "Höhle der Löwen" spielt, und ich habe auch kein Problem.

Sie haben mit Herrn Thelen gemeinsam in das Unternehmen "Meine Spielzeugkiste" investiert. Werden Sie sich nun aus der Firma zurückziehen?

Schweizer: Nein, ich bin Profi. Ich bin gerne bei "Meine Spielzeugkiste" investiert und ich werde die Gründer auch weiterhin unterstützen.

Wie ist Ihr Verhältnis zu den übrigen Löwen?

Schweizer: Ich habe mit Ralf Dümmel einige Investments gemacht. Vor zwei Wochen waren wir in Hamburg gemeinsam essen. Mit Herrn Maschmeyer habe ich eine offene, geradlinige Kommunikation. Dass vielleicht Frau Williams mich nicht so mag nach dem Ärger in der zweiten Staffel, kann ich nachvollziehen. Als sie mein Unternehmen Spontacts mit einem Putzschwamm verglichen hat, war ich etwas weniger gelassen als ich es üblicherweise bin. Dass Frau Williams und Herr Thelen nun viele Investments zusammen gemacht haben, zeigt ja, dass sie sich gut verstehen. Das ist auch alles okay. Ich persönlich habe alle Löwen stets mit Respekt behandelt - auch die, die mich erkennbar nicht mögen. Zu manchen Löwen habe ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis bis in den Privatbereich. Es ist absurd, das Verhältnis als zerrüttet zu bezeichnen.

Hat es Sie nicht gewurmt, dass Mit-Löwe Ralf Dümmel beliebter wurde als Sie?

Schweizer: Ist das denn so? Ich erzähle Ihnen mal eine Anekdote. Ich habe mich vor Beginn der Dreharbeiten separat mit Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer getroffen, einfach weil ich wissen wollte, wer da kommt. Nachdem mir Herr Dümmel erklärt hat, was er da für eine Firma aufgebaut hat und was diese Firma leisten kann - nämlich Produkte von der Produktion über die Logistik bis ins Regal zu bringen - habe ich zu ihm wörtlich gesagt: "Ralf, du wirst der neue Star der Sendung." Das können Sie ihn gerne Fragen.

Warum haben sie weder dem Sender noch ihren Mit-Löwen vorab Bescheid gegeben, dass Sie aussteigen?

Schweizer: Den Sender habe ich natürlich vorab informiert, und auch die Produktion. Danach habe ich die Pressemitteilung verschickt und gleichzeitig meine Mit-Löwen informiert. Wenn Herr Thelen glaubt, ich sei ihm gegenüber berichtspflichtig, dann hat er sich eben getäuscht. Ich sehe mich nicht in einer Position, meine Schritte mit Herrn Thelen abstimmen zu müssen.

Aber wäre es nicht ein feiner Zug gewesen, Ihre Mit-Löwen vorher zu informieren. Wie man das unter Kollegen so macht?

Schweizer: Es ist ja nicht so, dass sie es aus der Presse erfahren haben - ich habe sie zeitgleich informiert. Die Produktionsfirma hatte ich im Übrigen schon Wochen vorher darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich darüber nachdenke, ob ich an einer weiteren Staffel teilnehme. Ich habe es tatsächlich erst am letztmöglichen Tag kommuniziert. Ich war der Meinung, dass so eine Nachricht am letzten Ausstrahlungstag sicherlich für gute Quoten sorgt. Mein Gedanke war, wenn ich mit der Pressemeldung am Dienstagnachmittag rausgehe, werden die Onlinemedien die Meldung veröffentlichen und dann schauen vielleicht noch ein paar mehr Leute die Sendung. Ich habe das eher als Abschiedsgeschenk gesehen.

Laut "Bild" sind Sie unzufrieden mit dem Verlauf der Show gewesen, da keines Ihrer Investments großen Erfolg hatte - ist da was dran?

Schweizer: Schauen Sie sich doch mal die Zahlen an. Hip Trips etwa, ein Investment aus der ersten Staffel, ist bereits profitabel. Ich erhalte in diesem Jahr mein ganzes Investment zurück. Oder sehen Sie sich Frooggies an. Der Protein Powershake hat alle Rekorde gebrochen. Spottster hat vor kurzem auf der Gründerveranstaltung Bits & Pretzels sogar den ersten Jurypreis gewonnen und wurde von Richard Branson zu sich eingeladen. Ich würde mich über Richard Branson als Co-Investor freuen. Wie könnte ich unzufrieden sein?

Besteht die Möglichkeit, dass Sie irgendwann in die Höhle zurückkehren?

Schweizer: Ich liebe dieses Format. Ich mag das Produktionsteam, ich mag den Sender, ich mag auch einige meiner Mit-Löwen. Ich stehe voll und ganz hinter dem Format. Wenn der Sender nach der erfolgreichen Eröffnung der "Jochen Schweizer Arena" in München auf mich zukommt und mich fragen würde, dann würde ich auch schauen, ob ich Zeit habe.

 

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