Nach "Aktenzeichen XY"-Ausstrahlung Brutale Attacke in Ramersdorfer Park: Polizei noch immer ohne konkreten Hinweis

Am Mittwoch wurde der Münchner Fall bei "Aktenzeichen XY" im ZDF gezeigt. Foto: dpa

Eine brutale Attacke aus dem Sommer 2019 in Ramersdorf ist immer noch nicht aufgeklärt. Jetzt wurde der Fall bei "Aktenzeichen XY" vorgestellt, die Münchner Kripo ist auf der Suche nach wichtigen Zeugen. Doch trotz vielen eingegangenen Hinweisen war noch nichts Konkretes dabei.

 

München - Der Fall der brutalen Attacke im vergangenen Sommer in einem Park in Ramersdorf war am Mittwochabend Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY". Die Kripo München erhoffte sich dadurch mögliche Hinweise auf die Tat.

Doch bislang ist nichts Konkretes dabei. Zwar hätte es bereits kurz nach der Ausstrahlung des Falls viele Anrufe gegeben, die Hinweise waren jedoch nicht sehr hilfreich. "Der Fall beschäftigt die Zuschauer enorm", so Alfred Hettmer vom LKA München. "Die eingegangen Hinweise sind jedoch eher allgemeiner Art." Auch von den gesuchten Zeugen hätte es bislang "nichts Konkretes" gegeben. Hettmer betonte zum Schluss nochmal, dass sich jeder Anrufer auch anonym melden und Hinweise abgeben könne. "Auch anonyme Anrufe sind von großer Bedeutung", sagte der LKA-Vertreter.

München-Ramersdorf: Brutaler Angriff in Park

Was war passiert? Der Fall aus dem Juni 2019 beschäftigt die Ermittler noch immer: Ein damals 43-Jähriger war in einem Park zwischen der Frauenchiemseestraße und der Chiemgaustraße von vier Männern brutal zusammengeschlagen worden. Mit schwersten Verletzungen und stark blutend wurde er später von Passanten gefunden.

Laut rechtsmedizinischem Gutachten wurde er mindestens sechs bis zwölf Mal am Kopf getroffen. Nur durch Zufall und mit viel Glück überlebte der Mann die Attacke. Bis heute ist der polnische Pfleger in ärztlicher Behandlung.

Mehrere Menschen müssen die Attacke mitbekommen haben

Die Polizei hatte schon im November mit Plakaten rund um den Park nach Zeugen gesucht – denn die Ermittler wissen, dass der Mann nach Hilfe geschrien und mehrere Menschen angesprochen hatte. Unmittelbar vor der Tat hatte er sich in der Parkanlage auch mit einem Landsmann unterhalten und danach mit einem unbekannten männlichen Deutschen.

Während der Attacke kam dann ein Hundehalter in den Park. Er rief den Tätern zu, dass sie aufhören sollen, er würde sonst die Polizei verständigen. Als der 44-Jährige bereits schwer verletzt war und sich durch den Park schleppte, wurde ihm von einem weiteren unbekannten männlichen Polen kurzzeitig geholfen. All diese Menschen sind für die Ermittlungen wichtig.

Kripo München geht zu "Aktenzeichen XY"

Auf den damaligen Zeugenaufruf hatte sich niemand gemeldet. Deswegen gingen die Ermittler jetzt zu "Aktenzeichen XY". Bislang ohne Erfolg.

 

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