Nach 7:0 gegen Donezk Der FC Bayern spielt Vier Gewinnt

Vier Gegner eliminiert, vier Bayern haben besonders überzeugt: Die AZ spielt nach dem 7:0 der Bayern gegen Schachtjor Donezk Vier gewinnt! Foto: dpa. AZ-Montage

Der FC Bayern darf sich nicht nur über die historische Torgala beim 7:0 gegen Donezk freuen. Vier Gegner sind in der Champions League aus dem Weg geräumt - auch durch fremde Hilfe. Dazu gibt’s vier Gewinner.

 

München -  Die schlechten Nachrichten kamen am Tag nach der rauschenden Nacht, nach dem 7:0 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Schachtjor Donezk. Franck Ribéry und Arjen Robben fallen für das Bundesliga-Spiel am Samstag bei Werder Bremen (15.30 Uhr, Sky live) aus.

Der Franzose laboriert an einer Stauchung im Sprunggelenk. Robben, der bereits nach 19 Minuten ausgewechselt werden musste, hat sich einen Nerv eingeklemmt. Somit dürfte die Mannschaft die Startelf bilden, die am Ende (wohl außer Dante) auf dem Platz stand. Also mit Juan Bernat für Ribéry und Sebastian Rode für Robben. Xabi Alonso ist auch in der Bundesliga gesperrt, sitzt seine fünfte Gelbe Karte ab.

Die jeweilige Pause für ein Spiel der Flügelabteilung „Robbéry“ ist nur ein kleinerer Kollateralschaden einer besonderen Nacht. Denn am Mittwochabend lösten sich mehrere Knoten auf einen Streich. Auch der finanzielle Aspekt war nur eine Randerscheinung, da die Bayern stets vorsichtig planen und lediglich die Einnahmen der Gruppenphase einkalkulieren. Mit dem Einzug ins Viertelfinale hat man in der Königsklasse insgesamt rund 50 Millionen erspielt, allein der Uefa-Bonus für die Runde der letzten Acht beträgt 3,9 Millionen.

Nette Summen. Und doch Nebensächlichkeiten. Die Bayern wollen nach Berlin, ins Finale am 6. Juni. Plötzlich bekommen die gewohnten Pokal-Sprechchöre „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ eine neue Bedeutung. Die Südkurve stimmte den altbekannten Schlager nach dem 7:0 schon mal an.

Vier Gegner sind seit dieser Woche in der Champions League aus dem Weg geräumt – ob man sich derer selbst entledigt hat oder sie im Achtelfinale ausschieden. Vier gewinnt – Teil eins.

Schachtjor Donezk: Das 0:0 aus dem Hinspiel gegen die brasilianische Truppe hatte ein ungutes Gefühl im Verein hinterlassen. Doch mit einem überzeugenden Auftritt wurde die dreiwöchige Unruhe weggewischt. Ein unbequemes Los – abgehakt.

Zlatan Ibrahimovic: Wenn Mourinho Guardiolas Erzfeind ist, dann stellt der Schwede das Fegefeuer in Person für den Katalanen dar. Ein Jahr trainierte Pep einst in Barcelona den PSG-Star, sortierte ihn aus. Seitdem wirft „Ibra“ Pep alles erdenklich Schlechte und Unflätige an den Kopf. Am Mittwochabend sah Ibrahimovic Rot – und wird gesperrt sein, sollte Bayern auf Paris treffen.

Di Matteo/Schalke: Mit 4:3 gelang den Königsblauen bei den Königlichen fast die Sensation. Schalke ist raus – und damit auch der Schweizer Coach Roberto di Matteo, das Schreckgespenst im Chelsea-Gewand aus dem „Finale dahoam“ 2012.

José Mourinho: Ein erneutes Duell mit seinem Erzfeind aus alten Tagen in der spanischen Liga, als der Portugiese Real Madrid und Guardiola Barcelona coachte, bleibt dem Bayern-Trainer nun erspart. Der FC Chelsea, die vielleicht unangenehmste - weil schwer zu bespielende – Mannschaft der K.o.-Runde schied beim 2:2 n.V. gegen Paris aus.

Und auch auf Bayern-Seite gab es neben Holger Badstuber (siehe Seite 28) vier weitere Gewinner:

Mario Götze: Viele Experten vermuteten ihn nur als Joker. Doch sein herausgeholter Elfer in der dritten Minute samt Roter Karte für Schachtjors Kucher war der Schlüssel zum 7:0. Götze selbst traf noch zum Endstand.

Robert Lewandowski: Zunächst vergab der Mittelstürmer wieder zahlreiche Chancen, machte dann das 6:0. Eine Prise Selbstvertrauen.

Dante: Beim 3:1 am Samstag in Hannover war der Verteidiger durch die Auswechslung in der 32. Minute gedemütigt worden, nun schickte ihn Guardiola nach 67 Minuten auf den Platz – eine versöhnliche Geste.

Franck Ribéry: Die Verletzung hat auch sein Gutes. Am Wochenende kann sich der Franzose um seine Frau Wahiba kümmern, die im siebten Monat schwanger ist: Ein Junge. „Das macht mich noch stärker“, sagte Ribéry. Das Paar hat schon die Töchter Hiziya und Shahinez und Sohn Saif.

 

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