Mysteriöser Fall in der Au 15-Jähriger liegt in Blutlache vor Jugendheim

, aktualisiert am 18.01.2017 - 17:06 Uhr
In der Nockherstraße 60 betreibt der Verein für Betreutes Wohnen und Jugendhilfe ein Wohnheim. Foto: Google-Streetview

Ein 15-Jähriger liegt in der Au in einer Blutlache vor einem Heim, ein Stück seiner Kopfhaut hängt herunter. Der Junge ist ins Koma versetzt worden, die Polizei sucht ein Paar als Zeugen.

 

Au - Ein mysteriöser Fall beschäftigt die Münchner Kripo. Das Opfer, ein 15-Jähriger aus Somalia, lag in seinem Blut direkt vor einem Heim für Jugendliche in der Au. Ein Paar, das am Sonntag gegen 8.30 Uhr zufällig in der Nockherstraße vorbeikam, fand den Schüler. Er lag bewusstlos in einer großen Blutlache auf dem Gehweg. Das Paar verständigte den Nachtdienst einer Jugendpension in der Straße.

In der Einrichtung werden Buben und Mädchen im Alter von 14 bis 21 Jahren betreut. Auch der 15-jährige Flüchtling aus Somalia war dort untergebracht. Das Paar und der Nachtdienst trugen den Schwerverletzten in das Gebäude und verständigten den Notarzt. Der 15-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Er liegt auf der Intensivstation. Er hat Verletzungen am Kopf, ein Teil der Haut ist abgelöst, zudem wurden schwere innere Verletzungen bei ihm festgestellt.

Die Ärzte versetzten den Patienten in ein künstliches Koma. Es bestand zunächst akute Lebensgefahr. Der 15-Jährige war kurzzeitig ansprechbar. Doch er konnte bisher nicht berichten, was ihm zugestoßen ist. Offenbar hatte er kurz zuvor noch einen Joint geraucht.

Polizei sucht dringend nach Zeugen

Das Kommissariat K 26, unter anderem zuständig für Delikte mit Körperverletzung, hat den Fall übernommen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Polizeisprecher Werner Kraus. Die Kripo hält derzeit einen Angriff auf den 15-Jährigen für möglich, kann aber auch einen Sturz oder Unfall als Ursache für die Verletzungen nicht ausschließen.


Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 26, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Die Polizei sucht insbesondere nach dem Paar, das den Schüler fand.

 

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