Muster von Fair Isle "Chanel" soll schottischen Pullover kopiert haben

Karl Lagerfeld bei der "Chanel Metieres d'Art"-Show in Rom. Foto: dpa

Das französische Modehaus "Chanel" soll das Design eines Pullovers von einer schottischen Strickerin kopiert haben ohne der Schöpferin des Kleidungsstück dafür Geld zu zahlen.

 

Fair Isle - 'Chanel' wird Diebstahl geistigen Eigentums vorgeworfen.

Das französische Modehaus soll das Muster einer Designerin in Fair Isle (Schottland) gestohlen haben. Bei der Herbstkollektion auf der 'Chanel Metieres d'Art'-Show letzte Woche hatte das Label einen Pullover gezeigt, den sie nicht selbst entworfen hatten. Mati Ventrillon, die wahre Designerin des Produkt klagte das Team des Modegiganten auf ihrer Facebook-Seite an. Sie erzählte: "Im Sommer dieses Jahres haben zwei Mitglieder des Chanel-Teams Fair Isle besucht und einige meiner Pullover aus meinem Bestand gekauft. Sie erklärten, dass sie die Kleidungsstücke als Recherche bräuchten. Ich hab ausdrücklich zu ihnen gesagt, dass ich ihnen die Pullis aufgrund des guten Rufs des Hauses 'Chanel' verkaufen würde und habe nicht erwartet, dass sie mein Design kopieren würden."

 

Endorsement or plagiarism?Earlier this summer two Chanel staff visited Fair Isle and bought some of my stock garments...

Posted by Mati Ventrillon Fair Isle-Scotland on  Donnerstag, 3. Dezember 2015



Die Designerin fügte außerdem hinzu: "Die Muster sind traditionelle Fair-Isle-Muster, aber das schwarz-weiße Design und das Arrangement der Muster sind von mir. Ich habe das Kleidungsstück entworfen zur Feier des Jubiläums der Queen in 2012 und es war ein Teil der Kampagne der 'Oxford Street Fashion Flags'." Die junge Frau betonte in den Kommentaren zu dem Post, dass ihr von dem Team des Designers Karl Lagerfeld kein Geld für das Muster gezahlt wurde. Dennoch weiß die schottische Strickerin noch nicht, ob sie rechtliche Schritte gegen das Modehaus einleiten wird.

 

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