"Muss bestraft werden" Wilson Gonzalez Ochsenknecht spricht über Missbrauchs-Erfahrung

Ex-Kinderstar Wilson Gonzalez Ochsenknecht wurde als Kind sexuell missbraucht. Foto: BrauerPhotos / F.Seidel

Als Kind wurde Wilson Gonzalez Ochsenknecht von einem Bekannten seiner berühmten Eltern missbraucht. Jetzt spricht er über diese schlimme Erfahrung.

 

Seit Kindertagen steht Wilson Gonzalez Ochsenknecht im Rampenlicht. Durch Filme wie "Die wilden Kerle" und "Gangs" wurden er und sein Bruder selbst zu Stars. Abseits der roten Teppiche erlebte er als kleiner Junge aber Schreckliches: Er wurde von einem Bekannten seiner berühmten Eltern missbraucht.

Wilson Gonzalez: Sexueller Missbrauch muss bestraft werden

Vergangene Woche sprach seine Mutter, Natascha Ochsenknecht, öffentlich über dieses Erlebnis und wie sie den Täter ins Gefängnis brachte. Jetzt hat sich auch Wilson Gonzalez zu Wort gemeldet. "Ich habe vor 25 Jahren gelernt damit umzugehen, dass es eine Krankheit ist", schreibt er dazu auf Instagram.

Seiner Meinung nach sollte dieses Argument allerdings nicht vor einer Strafe schützen. "Wer sich jedoch nicht frühzeitig Hilfe sucht und zu weit geht, muss ordentlich bestraft und eingesperrt werden", schreibt der Schauspieler und Musiker weiter.

Im Alter von fünf Jahren wurde Wilson Gonzalez sexuell missbraucht. Der Täter war ein Mann, den seine Eltern bei einer Filmproduktion kennengelernt hatten. Einen Groll gegen seinen Peiniger hege der 30-Jährige heute nicht mehr, wie er 2019 "Bunte" erzählt: "Nein. Ich habe akzeptiert, dass er eine sehr schwere Krankheit hat."

Natascha Ochsenknecht setzt sich für Missbrauchsopfer ein

Vor einer Woche hat Natascha Ochsenknecht die Petition "Kindesmissbrauch muss ein Verbrechen werden! Die Würde von Kindern ist unantastbar!" gestartet. Darin fordert sie von Familienministerin Dr. Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht Gesetzesänderung, Opfer-Verteidigung, Beweissicherung und Prävention.

"Die Opfer benötigen endlich mal ein Recht auf ein faires und schnelles Strafverfahren", schreibt die Mutter von Wilson Gonzalez zu ihrer Forderung. Bisher haben 190.000 Menschen (Stand 19.06.2020, 13.18 Uhr) unterschrieben.

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