Musik Gema hofft auf baldige Einigung mit Musikdienst Spotify

Die Musik-Verwertungsgesellschaft Gema erwartet eine baldige Einigung mit dem Internet-Dienst Spotify, der am Dienstag auch in Deutschland gestartet ist. Gema-Vorstandschef Harald Heker sagte in München: "Spotify ist ein wichtiger Marktteilnehmer."

 

München - Es gebe bislang aber noch keinen Vertrag und noch keine Einigung. "Wir hoffen, diese möglichst bald zu finden", sagte Heker. Für den 26. März sei eine letzte Verhandlungsrunde geplant. "Ich bin durchaus optimistisch, dass wir hier zusammenkommen."

Bei den Verhandlungen gehe es nicht nur um die Höhe des Tarifs für das Musikstreaming, also für die Direktübertragung der Audiodaten im Internet, sondern auch um andere Gesichtspunkte, sagte Heker. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz sei die Gema verpflichtet, auch bei Spotify den derzeit geltenden Streaming-Tarif anzusetzen. Dieser wurde im Dezember vergangenen Jahres mit dem IT-Fachverband Bitkom vereinbart und sieht feste Gebühren pro Musikstream vor. Die Höhe richtet sich nach der Nutzungsintensität.

Der Gema-Chef äußerte sich auch zu dem Rechtsstreit mit dem Video-Portal YouTube, zu dem das Landgericht Hamburg für den 20. April eine Entscheidung angekündigt hat. Dabei geht es darum, ob YouTube genug unternimmt, um urheberrechtlich geschützte Musik zu löschen. Die Gema verlangt von YouTube, zwölf geschützte Musikwerke von der Plattform zu löschen und künftig nicht mehr zugänglich zu machen. Je nach Ausgang des Verfahrens werde die Gema sehen, ob es danach Verhandlungen mit YouTube geben werde "oder ob diese leidige Auseinandersetzung weitergehen muss". Heker sagte: "Die Gema ist verhandlungsbereit und möchte mit YouTube einen Vertrag schließen."

 

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