Münchner Rundfunkorchester Ulf Schirmer verlässt 2017 den Bayerischen Rundfunk

Der für die Orchester verantwortliche Hörfunkdirektor Martin Wagner mit Ulf Schirmer (re.), dem künstlerischen Leiter des Rundfunkorchesters. Foto: BR

Das Münchner Rundfunkorchester hat seine Saison vorgestellt. Die Überraschung: Chefdirigent Ulf Schirmer geht 2017, bleibt als Gast aber erhalten.

Das Münchner Rundfunkorchester setzt in der Saison 2014 / 2015 auf Vielseitigkeit mit innovativen Programmen, zahlreichen Neuentdeckungen und die Zusammenarbeit mit renommierten Gästen. Insgesamt stehen rund 40 verschiedene Programme in mehr als 80 Konzerten auf dem Spielplan.

„Das Münchner Rundfunkorchester bleibt spannend“, sagte Prof. Ulf Schirmer, der Künstlerische Leiter des Münchner Rundfunkorchesters, bei der Präsentation der Saison 2014 / 2015 am Dienstag (06. Mai 2014). Der neue Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, betonte: „Das Münchner Rundfunkorchester ist ein unverwechselbarer und unverzichtbarer Teil des Programms des Bayerischen Rundfunks und der Konzert- und Kulturlandschaft weit über Bayern hinaus.“

In einem kurzen Statement gab Prof. Schirmer bekannt, dass er seinen bis 2017 laufenden Vertrag nicht verlängern wird. „2017 werden das Rundfunkorchester und ich auf elf Jahre intensiver und künstlerisch kreativer Zusammenarbeit zurückblicken. Wir haben uns gemeinsam weiter entwickelt. Jetzt möchte ich mich etwas zurücknehmen, um Platz zu machen für neue Ideen. Aber auch nach dem Ende meines Vertrages werde ich dem Rundfunkorchester zur Verfügung stehen", so der Künstlerische Leiter.

Sonntagskonzerte und Geistliches

Auch in der kommenden Konzertsaison bieten die „Sonntagskonzerte“ wieder konzertantes Musiktheater in großer Bandbreite und mit herausragenden Solistenbesetzungen: Auf dem Programm stehen Ermanno Wolf-Ferraris „Die vier Grobiane“, Max Bruchs „Loreley“, Charles Gounods frühe Oper „Cinq-Mars“ sowie Wolfgang Amadeus Mozarts erste Opera buffa: „La finta semplice“. „Herrlichkeit“ heißt das Motto der traditionsreichen Reihe „Paradisi gloria“. In vier Konzerten setzen sich geistliche Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und literarische Texte mit den vielfältigen Aspekten dieses Themas auseinander. Auf dem Programm steht u.a. Walter Braunfels’ „Das Spiel von der Auferstehung des Herrn“.

Sonderkonzerte und Gastspiele

Neben attraktiven Sonderkonzerten in München wie „Sounds of Cinema“, dem Filmmusikkonzert im Circus Krone, und „Sounds of Island“, einer symphonischen Begegnung mit Willy Astor & Band, ist das Münchner Rundfunkorchester in Gastspielen im BR-Sendegebiet, in ganz Deutschland sowie in europäischen Nachbarstaaten zu hören. Außerdem ist es bei den renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen zu Gast und versteht sich auch als Botschafter der Kulturpflege des Bayerischen Rundfunks für das bayerische Sendegebiet und weit darüber hinaus.

Gäste beim Münchner Rundfunkorchester sind Gesangsstars wie Elina Garanca, Juan Diego Florez, Diana Damrau, Charles Castronovo, Véronique Gens und Jonas Kaufmann, bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cornelia Froboess, Martina Gedeck, Gert Anthoff und Marie Bäumer, der Musiker, Moderator und Entertainer Götz Alsmann, außerdem Dirigenten wie Christopher Hogwood und Paolo Carignani sowie Nachwuchsdirigenten wie Darrel Ang, Vinzenz Praxmarer und Lorenzo Viotti.

Konzerte und CDs des Münchner Rundfunkorchesters bilden einen wesentlichen Bestandteil des Programms von BR-KLASSIK. So werden die „Sonntagskonzerte“ und die Konzerte der Reihe „Mittwochs um halb acht“ live übertragen. Die Konzerte der Reihen „Paradisi gloria“, „Klassik zum Staunen“ und die „Extrakonzerte“ werden von BR-KLASSIK mitgeschnitten und zeitversetzt gesendet. Alle Konzerte sind nach der Sendung eine Woche lang auf BR-Klassik nachzuhören, einige ausgewählte Produktionen werden zudem als Video-Livestream live und ein halbes Jahr nach Erstsendung nachzuverfolgen sein. Die Links dazu finden sich auf der Homepage des Münchner Rundfunkorchesters.

 

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