Münchner Kultcafé Pacht zu hoch: Der Vorhang fällt fürs Tambosi

Wollen jetzt nach vorne schauen: die Tambosi-Wirte Frank und Andrea Waldecker. Was sagen die Gäste zur Schließung des Tambosi? Klicken Sie sich durch unsere Bilderstrecke. Foto: Daniel von Loeper

„Wir haben gekämpft“: Das Kult-Kaffeehaus am Hofgarten macht Ende des Jahres zu – wegen zu hoher Pacht.

 

München - Nase und Dekolleté in die Sonne, Handy auf den Tisch neben den Cappuccino und dann aktiv dagesessen mit Blick auf die Feldherrnhalle und die schönen Menschen der Stadt: So läuft das im Luigi Tambosi. Lange allerdings nicht mehr – die Betreiber des Kaffeehauses wollen den Laden nach fast 20 Jahre am 31. Dezember schließen.

Der aktuelle Pachtvertrag der Tambosi-Wirte Frank und Andrea Waldecker mit der Inka Odeonsplatz GmbH & Co. KG (gehört zur Inselkammer-Gruppe) läuft aus und die „behutsame Modernisierung“, die Waldeckers geplant hatten, hätte laut ihnen „die immense Pachterhöhung nicht getragen“. „Natürlich sind wir sehr traurig“, sagt Andrea Waldecker, „auch für die Künstler und Musikstudenten, die ihre Auftritte in der Tambosi-Oper haben.“

Sie seien aber sehr gerührt von der großen Anteilnahme von allen Seiten. „Es werden sich Partnerschaften finden für die Art und Weise, wie wir arbeiten“, sagt ihr Mann. „Natürlich hätten wir gerne weitergemacht. Wir haben gekämpft. Aber jetzt schauen wir nach vorne.“

 

 

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