Münchner helfen Heimkehr ins Desaster

In Fischerdorf darf die Familie Lenk wieder in ihr Haus – oder besser: was davon noch übrig geblieben ist Foto: az

In Fischerdorf darf die Familie Lenk wieder in ihr Haus – oder besser: was davon noch übrig geblieben ist

 

München/Deggendorf - Es war ein Schock, ein unfassbarer Schock.“ Zwei Wochen nachdem das Hochwasser ihr Haus im Deggendorfer Ortsteil Fischerdorf überschwemmt hat, konnte ein Teil der Familie Lenk jetzt zum ersten Mal in ihr Zuhause zurückkehren. Der Anblick war für Erich (47), Sohn Manuel (27) und Tochter Ramona(17) kaum zu ertragen. „Es ist dramatisch. Man kann’s gar nicht in Worte fassen“, sagt der Vater.

Die alte Haustür aus Holz ließ sich nicht mehr öffnen. „Die hat’s total aufgeschwemmt. Wir mussten sie aufbrechen.“ Die Situation dahinter war verheerend: Das Wasser hat Schränke umgestürzt, Sofas aufquellen lassen, Einrichtungsgegenstände kreuz und quer durchs Haus gespült. Der Computer im Büro, die Elektrogeräte in der Küche, der Fernseher – alles kaputt. Die Maschinen in der Werkstatt (die Lenks haben einen Edelstahl-Verarbeitungsbetrieb) sind verschlammt. Aufs Auto der Familie hat das Wasser einen Holzstuhl und eine Palette drapiert. Die 200-Kilo-Kühlschränke in der Wurstküche habe es „rumgehauen wie Punching-Bälle“, sagt Erich Lenk.

Hochwasser in Deggendorf München hilft den Flutopfern: AZ startet Spendenaktion

Aus der Fäkalgrube hat es schwarzes Wasser ins Haus gedrückt. Bis gestern stand die dunkle Brühe noch knietief im Anwesen. Heute wird die Feuerwehr damit beginnen, das restliche Wasser abzupumpen. Dann geht’s ans Aufräumen. „Den ersten Stock mit Kinder- und Schlafzimmer hat’s zum Glück nicht erwischt. Das war eine Sache von Zentimetern. Und Öl ist bei uns auch nicht ausgelaufen, das hatten wir gerade aufgebraucht“, sagt Erich Lenk. „Aber sonst ist alles Schrott.“ Als er erfährt, wie eifrig die AZ-Leser für seine Familie und die anderen Flut-Opfer spenden, freut sich der dreifache Vater.

„Das ist super! Danke! Wir können jeden Cent gebrauchen.“

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Hier können Sie spenden

 Wollen auch Sie einen Beitrag dazu leisten, dass die Feilmeiers und andere Flut-Opfer wieder auf die Beine kommen? Mit der Aktion „Münchner helfen“ unterstützt die AZ Menschen in Not – ursprünglich in München, nun auch im Hochwassergebiet. Die AZ kann für Spenden ab 201 Euro Bescheinigungen fürs Finanzamt ausstellen (Adresse nicht vergessen!). Für niedrigere Beträge gilt der Überweisungsbeleg als Bestätigung.

Das Spenden-Konto des AZ-Vereins „Münchner helfen e.V.“:

Privatbank DONNER & REUSCHEL Konto-Nr.: 333 888 333 BLZ: 200 303 00

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