Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla Karl-Valentin-Orden für Heino - Otti Fischer: Dschungelcamp

Hat viele Fans - und auch Kritiker: Heino. Foto: dpa

Über Humor lässt sich nicht streiten. Aber die geplante Verleihung des Karl-Valentin-Ordens an den Schlagersänger Heino durch die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla sorgt dann doch für Unverständnis.

 

München - In Protestschreiben im Namen Valentins kritisierten Alfons Schweiggert, Gründer der "Karl-Valentin-Gesellschaft" und Ottfried Fischer die Vergabe. "Bin ich ein Narr? Holt mich da raus!", habe Valentin am Rande einer himmlischen Orchesterprobe geseufzt, schreibt Fischer, der Valentin nun "im Dschungelcamp der Münchner Narrhalla" sieht. Und über Heino: "Wäre er nur Tenor, dann könnten wir wenigstens sagen: Tenor ist wenn man trotzdem Lacht!"

Die Narrhalla lobte Heino hingegen als "Deutschlands größten Barden und bekanntesten Sänger" und sprach ihm einen "sehr feinen Sinn für Humor" zu. Heino soll den närrischen Orden am 30. Januar bei der Eröffnungs-Soiree der Narrhalla in München entgegennehmen. Der 75-Jährige ist bekannt für Lieder wie "Freunde für's Leben" und "Blau blüht der Enzian". Von Januar an wird er als Juror in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" zu sehen sein.

Die Narrhalla verleiht den Orden seit 1973. Der Komiker Valentin (1882 - 1948) ist berühmt für seinen surrealen und bisweilen anarchischen Witz ("Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen"). Den Orden bekamen unter anderem Loriot und Sigi Sommer, aber auch Politiker wie Helmut Kohl und Edmund Stoiber.

 

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