Münchner an der Tabellenspitze Demonstration gegen Bamberg: Bayerns neue Zeitrechnung

War bester Schütze bei den Bayern: Nihad Djedovic. (Archivbild) Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der FC Bayern Basketball demonstriert in Bamberg die aktuellen Machtverhältnisse im deutschen Basketball.

Bamberg - Es ist noch nicht allzu lange her, da gehörten die Dienstreisen zu den Brose Baskets nach Bamberg im Leben der Basketballer des FC Bayern zu den unangenehmsten Dingen. Beim Dauerchampion der vergangenen Jahre kassierten die Münchner immer wieder empfindliche Niederlagen.

Auf dem Weg zum Titel 2017 deklassierte Bamberg die Bayern dort schon zum Auftakt der Halbfinalserie (3:0) mit 82:59. Diese Zeiten sind spätestens mit der Münchner Meisterschaft im vergangenen Sommer aber vorbei. Dass im deutschen Basketball eine neue Zeitrechnung – und zwar eine von den Bayern bestimmte – begonnen hat, verdeutlichte der souveräne 80:75-Auswärtssieg des FCBB zum Jahreswechsel am Sonntag in Bamberg einmal mehr.

FC Bayern Basketball führte ununterbrochen

Dabei lagen die Münchner nicht ein einziges Mal in Rückstand und beherrschten ihren einst größten Rivalen in der eigenen Halle von Beginn an. Und das, obwohl sie erst zwei Tage zuvor noch ein kräftezehrendes Euroleague-Spiel zu absolvieren hatten. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team“, sagte Chefcoach Dejan Radonjic, „denn nur wenige Stunden nach dem schweren Spiel gegen Buducnost und trotz einiger Probleme haben wir dieses schwere Spiel gewonnen.“

Nihad Djedovic, der so manche Niederlage an gleicher Stelle noch allzu gut in Erinnerung haben dürfte, sagte: „Es war ein sehr gutes Derby. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Ein bislang seltenes Erlebnis für Djedovic, der mit 15 Punkten auch Bayerns Topscorer vor Petteri Koponen (14) war.

Die Bayern gehen damit als ungeschlagener Tabellenführer der BBL und mit einem Playoff-Platz in der Euroleague ins neue Jahr. Das beginnt für den formstarken FCBB am Donnerstag (18.30 Uhr) mit der ersten Rückrundenpartie der europäischen Königsklasse bei Anadolu Efes Istanbul.

Auch für die 71:90-Niederlage zu Saisonbeginn gegen Efes gilt: Sie wirkt mittlerweile wie aus einer anderen Zeit.

 

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