München und die Welt trauern mit Paris Um 12 Uhr: Schweigeminute in ganz Europa

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD, r), und sein Stellvertreter, Bürgermeister Josef Schmid (l) nehmen zusammen mit dem Generalkonsul der französischen Republik in Bayern, Jean-Claude Brunet an der Gedenkminute teil. Foto: dpa

Europa trauert um die Opfer in Paris: Für Montag 12 Uhr hat die EU-Kommission alle Bürger zu einer Schweigeminute aufgerufen. Trotzdem: Die Terrorbedrohung in Frankreich wird von den Behörden weiterhin als hoch eingeschätzt. 

 

Brüssel - Zum Gedenken an die Opfer der Terrorserie in Paris hielt Europa am Montagmittag für eine Schweigeminute inne. Dazu haben die Staats- und Regierungschefs der EU alle Bürger aufgerufen. "Das Gute ist stärker als das Böse", schrieben sie am Wochenende in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den EU-Institutionen.

Am Nachmittag (16 Uhr) tagt der französische Kongress in Versailles. Die beiden Parlamentskammern, Nationalversammlung und Senats, treten nur ganz selten zusammen, zum Beispiel für Verfassungsänderungen oder feierliche Erklärungen des Präsidenten.

Terrorbedrohung in Frankreich weiter hoch

Hollande will den nach den Anschlägen verhängten Ausnahmezustand auf mindestens drei Monate verlängern. Das Parlament müsste für eine Verlängerung über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen. Nach Angaben der Zeitung "Le Figaro" soll der Gesetzentwurf am Mittwoch im Kabinett beraten werden. Der Ausnahmezustand erlaubt Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Einrichtung von Sicherheitszonen.

Die Lage bleibt weiter angespannt: Die Terrormiliz IS soll laut Frankreichs Premierminister Manuel Valls weitere Anschläge auf europäische Länder vorbereiten: "Wir wissen, dass Operationen vorbereitet wurden und noch vorbereitet werden", erklärte am Montag.

 

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