München Tipps für Menschen ab 50

Preisübergabe: Stephan Lang, Messegründerin Doris Lulay und Laudator Florian Streibl. Foto: AZ

Heute startet „Die 66“, die Messe für die ab 50-Jährigen. Die Seniorenkanzlei Lang zeichnete die Gründerin aus. Die fünf wichtigsten Ratschläge für Ruheständler und solche, die es werden wollen

 

MÜNCHEN Die Beschäftigung mit Senioren ist eine Wachstumsbranche. Das beweist jedes Jahr die Messe „Die 66“. 35000 Besucher kamen 2009 zur größten deutschen Messe für Menschen ab 50. Heute startet die sechste Auflage mit über 350 Ausstellern. Das Erfolgskonzept heimst jetzt auch Preise ein: Die Erfinderin der Messe, Doris Lulay, wurde von der Seniorenkanzlei Stephan Lang und Kollegen und der Unternehmensberatung Proxxima mit dem Initiativpreis „Werterhalt und Weitergabe“ ausgezeichnet.

Lulay habe mit dem Konzept der Messe die „Kultur der Achtsamkeit“, wie sie Horst Köhler einfordert, verwirklicht. Das findet jedenfalls der Laudator und Landtagsabgeordnete Florian Streibl (Freie Wähler).

Das Preismotto „Werterhalt und Weitergabe“ hat sich die Seniorenkanzlei am Promenadeplatz – von der „Wirtschaftswoche“ als eine der 25 besten Erbrechtskanzleien Deutschlands ausgezeichnet – selber auf die Fahnen geschrieben. Ein Expertenteam kümmert sich vom Medizinrecht bis zum richtigen Testament um die verschiedensten Problemfelder des Alters. Sogar einen Psychologen vermitteln die Experten, wenn in der Familie wegen des Streits ums Erbe absolute Funkstille herrscht.

Ein großes Problem: Ungeklärte Nachfolgefragen bei mittelständischen Unternehmen ziehen oft Pleiten nach sich. Ein großes Problem auch im ländlichen Raum, berichtet der Oberammergauer Streibl.

Was also tun, um den Übergang in den Ruhestand so reibungslos wie möglich zu gestalten? „Heute schon an morgen denken“ zieht sich für Kanzlei-Chef Stephan Lang wie ein roter Faden durch alle Ratschläge. Die fünf wichtigsten Tipps vom Expertenteam der Seniorenkanzlei:

1. Besser als ein Testament: Zu Lebzeiten mit Schenkungen die Erbfolge vorwegnehmen!

Das bringt neben der frühen Klarheit übers Erbe auch steuerliche Vorteile: Man kann die Freibeträge nutzen.

2. Mit Mitte 60 bereits überlegen, wie und wo man seinen Ruhestand verbringen will.

Wer ins Seniorenheim will, sollte rechtzeitig daran denken, dass er seine Immobilie verkauft. Wer Zuhause bleibt, sollte über Pflege- und Haushaltshilfen nachdenken.

3. Einer möglichen Altersdiskriminierung im Job frühzeitig begegnen!

Zu alt für den Job, finden die Kollegen? „Das kann bis zum Mobbing gehen“, berichtet Lang. Rechtzeitig mit der Personalabteilung über Teilzeitarbeit zu reden ist eine mögliche Lösung.

4. Das Risiko bei den Geldanlagen runterfahren!

Je älter, desto weniger Risiko, lautet die Faustformel. Mit 70 Jahren sollte der Aktienanteil am Vermögen nicht über 30 Prozent liegen.

5. Patientenverfügung machen!

Mit Beratung durch Experten lässt sich mit der notwendigen Genauigkeit festlegen, welche medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden soll – und welche nicht.

John Schneider

 

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