München Residenzklinik: Aus für die Botox-Flatrate

Wurde vom inzwischen entlassenen Arzt behandelt: Die Münchnerin Martina H. nach ihrer Brust-OP Foto: AZ

MÜNCHEN - Mängel an Hygiene: Die Residenzklinik ist vorläufig dicht. Sogar die umstrittenen Botox-Flatrate-Patientinnen müssen draußen bleiben.

 

Verwirrspiel um die Residenzklinik: Nach einer kurzfristigen Schließung machte die Privatklinik am Odeonsplatz zunächst kurz auf – um dann wieder dicht zu machen. Sogar die umstrittenen Botox-Flatrate-Patientinnen müssen draußen bleiben – immerhin werden laut Homepage des Instituts die Monatsraten nicht mehr abgebucht.

Wie mehrfach berichtet, wurden bei Überprüfungen durch das Gesundheitsamt in den Residenzklinik erhebliche Mängel etwa bei der Hygiene festgestellt.

In der Zwischenzeit wurde der verantwortliche Arzt entlassen. Doch bei Münchner Medizinrechts-Spezialisten wie Jürgen Klass melden sich noch immer Frauen, die durch eine Behandlung in der Residenzklinik massivste gesundheitliche Probleme bekommen hatten – 20 sind es derzeit.

„Nach meinem Kenntnisstand wird die Staatsanwaltschaft die Behandlungsdokumentationen – soweit überhaupt welche angefertigt worden sind – in der Klinik beschlagnahmen“, so der Anwalt zur AZ. Er geht davon aus, dass die Behandlungsdaten und der Verlauf der OPs in der Klinik nur „dürftig“ schriftlich festgehalten worden sind. „Insbesondere Art und Umfang der Nachsorge und die Diagnose- und Kontrollbefunde nach den OPs hätten auf jeden Fall aufgezeichnet werden müssen“, so der Münchner Anwalt.

„Wir bemühen uns um eine Lösung. Weitere Informationen folgen“, heißt es lapidar auf der Klinik-Homepage . . . hu

 

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