München Rektorin suspendiert ­- sie soll drei Kinder misshandelt haben

Das Muster der auch als "Geschäftsführer-Trick" bekannten Masche erinnert an den häufig an Senioren verübten "Enkeltrick". Foto: dpa

MÜNCHEN - Das Verwaltungsgericht München hat am Mittwoch die Suspendierung der Rektorin einer Volksschule in Rosenheim bestätigt. Die 53-jährige Pädagogin steht im Verdacht, drei Jungen geohrfeigt und heftig an den Haaren gerissen zu haben.

 

Sie hatte wegenKörperverletzung im Amt per Strafbefehl eine zehnmonatigeBewährungsstrafe bekommen. Die Verhandlung über ihren Einspruch istnoch nicht abgeschlossen. Das Amtsgericht Rosenheim will dieGlaubwürdigkeit der Schüler begutachten lassen.

Die Lehrerin war seit 2006 stellvertretende Schulleiterin und seitMai 2008 Rektorin. Ihre Übergriffe werden auf „nicht näher bekannteZeitpunkte“ zwischen dem 1. März und dem 3. August 2008 sowie auf den28. Januar 2009 datiert. Das Disziplinarverfahren ruht bis zumrechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens, jedoch hat dieSchulbehörde die Rektorin unter Streichung von 50 Prozent ihrerBezüge vom Dienst suspendiert.

Im Disziplinarprozess werde die Entlassung der Beamtin beantragt,kündigte die Vertreterin der Landesanwaltschaft an. Die Rektorin seibis dahin vorübergehend auch nicht an anderer Stelle zu verwenden:„Eine Lehrerin, die Körperverletzung im Amt begeht beziehungsweise imVerdacht dieses Delikts steht, ist nirgendwo einsetzbar“. DieDisziplinarkammer hielt die Suspendierung „jedenfalls jetzt“gleichfalls für gerechtfertigt.

dpa

 

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