München Radler erklagt sich 15000 Euro Schmerzensgeld

Blick von der Wittelsbacher Brücke: Hier passierte vor vier Jahren der Radlerunfall. Foto: az

MÜNCHEN - Nur ein dynamobetriebenes Licht ist ein richtiges Fahrrad-Licht: Das stellte das Münchner Landgericht in seinem Urteil über einen Radler-Unfall an der Wittelsbacher Brücke fest. Der Fall:

 

15000 Euro hat ein Radler erstritten, der vor vier Jahren in der Dunkelheit an der Wittelsbacher Brücke mit einem entgegenkommenden Radelr kollidierte. Der Mann zog sich unter anderem einen Wirbelbruch zu und klagte.

Das Gericht stellte aber auch fest, dass beide Radler ungenügend ausgestattet waren. Für ein Fahrrad reiche weder eine Stirnlampeam Helm des Fahrers noch eine elektrische Lampe am Lenker alsBeleuchtung aus.

Vor dem Richter sahen beide Radler die Schuld jeweils beimanderen: Der Kläger meinte, das Rad des Beklagten sei unzureichendbeleuchtet gewesen, da das Aufstecklicht nur noch schwach geleuchtethabe. Der Beklagte argumentierte, das Rad des anderen sei nicht mitdem ordnungsgemäßen Licht ausgestattet gewesen. Das Gericht stelltenun klar: Ein Fahrrad ist nur mit einem dynamobetriebenen Lichtausreichend beleuchtet. Zusätzliche elektrische Lichter sind zwarerlaubt, genügen aber allein nicht.

Beide Parteien einigten sich schließlich darauf, beide zur Hälftefür den Unfall verantwortlich zu sein. Außerdem bekommt derinzwischen 37 Jahre alte Kläger Schmerzensgeld in Höhe von 15 000Euro.

 

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