München Prozess: Bei MVG-Streik gibt's kein Fahrgeld zurück

Mit 21 neuen sechsteiligen Gliederzügen mit insgesamt 126 Wagen wird die Münchner U-Bahn ausgestattet Foto: dpa

MÜNCHEN - Wenn wegen eines Streiks U-Bahn, Tram und Busse nicht fahren, können die Fahrgäste nicht auf Entschädigung hoffen. Das Amtsgericht München lehnte eine entsprechende Klage ab.

 

Ein Mann hatte gegen die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) geklagt,weil er wegen eines Streiks im September 2005 einen ganzen Tag langU-Bahn, Tram und Busse nicht nutzen konnte. Er forderte 1,23 Euro.Dieser Betrag ergab sich aus dem Preis für sein Jahresabonnementgeteilt durch die Laufzeit von 353 Tagen.

Der zuständige Richter wies die Klage jedoch ab, wie das Gerichtam Montag mitteilte. Der Anspruch auf Erstattung werde durch dieBeförderungsbedingungen der MVG ausgeschlossen. „Eine Erstattungwürde nämlich einen völlig unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand fürminimale Erstattungsbeträge erfordern“, hieß es in der Mitteilung desGerichts.

dpa

 

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