München Pfarrer Braun rettet den Schwabinger Dom

Im Herbst sollen die Hüllen fallen: Allein die Renovierung des Kirchenturms von St. Ursula verschlingt 1,4 Millionen Euro. Promis wollen jetzt helfen, den Schwabinger Dom zu retten. Foto: Daniel von Loeper

St. Ursula am Kaiserplatz muss dringend renoviert werden – das fehlende Geld besorgen Prominente wie Otti Fischer und Schauspieler Francis Fulton-Smith

 

MÜNCHEN Der „Schwabinger Dom“ braucht Geld. Die 1897 gebaute Kirche am Kaiserplatz hat großen Renovierungsbedarf. Ziegel und Fugen des „Campanile“ von St. Ursula haben im Laufe der Jahre gelitten, der Turm ist seit fast vier Jahren eingerüstet.

Auf 1,4 Millionen Euro schätzt Pfarrer David Theil die aktuellen Kosten. Zwei Drittel trägt die Diözese, den Rest muss die Pfarrgemeinde aufbringen. Und das mit teils unkonventionellen Mitteln. Konzerte, Vorträge, spendende „Türmer“ und

vieles

mehr tragen reiche Frucht. „Wir haben gerade die 400000-Euro-Grenze überschritten“, freut sich Pfarrer Theil. Doch der Sanierungsbedarf hört mit dem Turm nicht auf. „Wir brauchen neue Bronze-Glocken, dazu kommt das Eichengestühl.“ All das ist nicht billig.

Jetzt sollen Münchner Promis helfen, St. Ursula zu retten. In der Diskussions-Reihe „Talk am Turm“ werden sie interviewt und stehen dem Publikum Rede und Antwort. Francis Fulton-Smith, mit dem Pfarrer Theil befreundet ist, macht am 11. Februar um 19.30 Uhr den Anfang. Es folgt am 13. April Otti Fischer (siehe Interview). Mit Odilo Lechner, Alt-Abt von St.Bonifaz und Gustava Everding, der Witwe von August Everding, haben weitere interessante Talkgäste zugesagt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Erster Erfolg der „Dom“-Retter: „Im September oder Oktober soll der Turm fertig werden“, hofft Pfarrer Theil. Seine nächste Aktion: Am 2. Februar, 19 Uhr, wird die „Dom“-Kuppel in blaues Licht getaucht. jot

 

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