München Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

In München gehen die Arbeitslosenzahlen zurück. Foto: dpa

MÜNCHEN - Die neuen Arbeitslosenzahlen sind da: Vor allem jüngere Leute profitieren vom Aufschwung. Zahl der Kurzarbeiter sinkt

 

Der Arbeitsmarkt in der Region München zeigt sich von seiner positiven Seite: Im Laufe des Monats Mai sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 2921 auf 56910. Die Arbeitslosen-Quote sank dadurch um 0,3 auf 4,7 Prozent. Günter Schmiedl von der Arbeitsagentur: „Diese Entwicklung ist äußerst erfreulich.“ Ebenfalls stark rückläufig: die Zahl der Kurzarbeiter.

Auch im Vergleich mit 2009 kann sich der Mai sehen lassen. Schmiedl: „Die Arbeitslosenzahl ist um gut 2000 niedriger.“ Seine Erklärung: „Die Konjunktur hat sich erholt. Es sieht so aus, als ob die Trendwende geschafft ist.“

Junge Menschen unter 25 profitieren

Besonders stark profitierten diesmal Jugendliche unter 25 Jahren von der positiven Entwicklung – bei ihnen sank die Arbeitslosenquote überproportional um 11,6 Prozent. Allerdings waren die jüngeren Arbeitnehmer auch besonders stark vom Rückgang wegen der Wirtschaftskrise betroffen – sie hatten wegen fehlender Berufserfahrung oft schlechtere Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Aber jetzt brauchen die Betriebe wieder dringend Fachkräfte.

Der – noch zaghafte – Aufschwung nutzt auch arbeitslosen Männern über 50 – rund 600 fanden im letzten Monat einen Job. Aber immerhin 17173 von ihnen sind nach wie vor beschäftigungslos.

Arbeitnehmer werden vor allem auf dem Dienstleistungssektor gesucht

Die Zahl der gemeldeten freien Stellen steigt. 9672 sind derzeit bei der Münchner Arbeitsagentur registriert, 651 mehr als im Mai letzten Jahres. Für Günter Schmiedl ist diese Entwicklung besonders signifikant. Denn in den vorhergehenden Monaten zeigte die Statistik immer einen negativen Saldo: die Zahl der freien Stellen schrumpfte.

Die größten Chancen auf dem Münchner Arbeitsmarkt finden sich im Dienstleistungs-Sektor, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Gastgewerbe. Laut Arbeitsagentur-Sprecherin Natalie Regitz geht’s dabei unter anderem um Büro- und Datenverarbeitungskräfte, um Warenkaufleute, um Stellen bei Banken und Versicherungen, um Kellner und Köche oder um Elektriker.

In Dachau und im Landkreis gehen die Arbeitslosenzahlen stark zurück

Die Kurzarbeit hat Entlassungen großen Stils verhindert – jetzt wird dieses Lenkungs-Instrument nicht mehr so oft gebraucht: Die Höchstzahl in München lag bei gut 22000, derzeit gibt’s nur noch 9117 Kurzarbeiter.

Der gesamte Großraum München hat sich im vergangenen Monat positiv entwickelt. Aber mit regionalen Unterschieden: Im Bereich der Münchner Arbeitsagentur liegen Dachau und der Landkreis München beim Rückgang der Arbeitslosenzahlen an der Spitze, gefolgt von der Landeshauptstadt (jetzt 41528 Arbeitslose, minus 4,6 Prozent) und den Landkreisen Starnberg, Ebersberg und Fürstenfeldbruck.

Rudolf Huber

 

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