München Mehrjährige Haftstrafen im Schleuser Prozess

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MÜNCHEN - Das Landgericht München I hat drei Männer am Donnerstag wegen gewerbs- und bandenmäßiger Schleusung von hunderten Irakern zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

 

Das Schleuser-Triowar geständig und hatte zugegeben, in den Jahren 2007 und 2008hunderte Menschen illegal von Griechenland nach Italien gebracht zuhaben.

Sie versteckten sie in Lastwagen und Wohnmobilen. Das Gerichtverhängte Haftstrafen von zweimal fünf Jahren und in einem Fall vondrei Jahren und drei Monaten. Die Geständnisse bescherten dem Triodeutlich mildere Strafen und dem Gericht einen verkürzten Prozess.Die Parteien hatten sich mit der Strafkammer abgesprochen.

„Ich entschuldige mich für die Fehler, die ich gemacht habe“,wurde ein 29-jähriger Kfz-Mechaniker in seinem Schlusswort aus demIrakischen übersetzt. Er stieß als letzter zu den anderen Schleusernim Alter von 27 und 38 Jahren und räumte seine Schuld bereits in dervergangenen Verhandlung am Dienstag ein, seine Komplizen folgten amDonnerstag seinem Beispiel.

Richter Norbert Riedmann machte in seiner Urteilsbegründunggeltend, dass das Schleuser-Trio auf dem Rücken von armen Irakern„viel Geld“ verdient habe. Sie hätten das „Elend und die Not schamlosausgenutzt, um finanziellen Reibach zu machen“, sagte der Richter.Die Fahndung nach den Hintermännern laufe noch. Schwierigkeitenbereite allerdings die mangelnde KooperationsbereitschaftGriechenlands.

Am letzten Verhandlungstag sagte auch ein bereits in Griechenlandverurteilter deutscher Lastwagenfahrer aus, der mit den dreiVerurteilten zusammengearbeitet hatte. Der 1963 geborene Fahrer ausSachsen-Anhalt hatte die meisten Schleuserfahrten übernommen. Aufseinen Aussagen bei der Polizei beruhte die Anklage hauptsächlich. Erräumte ein, für die Fahrten mehrmals zehntausende Euros erhalten zuhaben. Auch ihm droht in München noch ein Verfahren.

dpa

 

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