München Haderthauer warnt vor Anleitung zu Magersucht im Web

MÜNCHEN - "Jugendgefährdene Inhalte": Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) hat vor Anleitungen für Jugendliche zu Hungern, Selbstverletzung und Suizid im Internet gewarnt.

 

„Foren, die Magersucht verherrlichen.Videos, in denen sich Jugendliche bis aufs Blut ritzen. Communitys,die sich über Suizid-Methoden austauschen. Immer mehr Angebote imInternet propagieren selbstgefährdendes Verhalten oder präsentierenes als modernen Lifestyle“, beklagte Familienministerin Christine Haderthauer (CSU). „Dieser Entwicklung müssen wir Einhalt gebieten.“

Vor allem Betreiber von Videoplattformen und Sozialen Netzwerkenmüssten ihre Verantwortung für den Jugendschutz stärker wahrnehmenund gefährliche Inhalte entfernen, verlangte Haderthauer. Aber auchdie Eltern seien gefordert. „Wo Eltern früher darauf geachtet haben,mit wem die Kinder vor der Haustür spielen, müssen sie heutegewährleisten, dass Kinder im weltweiten Netz nicht in "schlechteGesellschaft" geraten.“

Die Ministerin bezog sich auf eine Veröffentlichung vonjugendschutz.net. Die Hotline kontrollierte laut Ministerium imvergangenen Jahr 19.000 Angebote und registrierte 2.400 Verstöße gegenden Jugendschutz. Dabei lagen mit der Hälfte der unzulässigenAngebote pornografische Seiten vorn. Besonders stark sei jedoch derAnteil der Seiten gestiegen, die Selbstgefährdungen propagieren.Diese beträfen bereits fast ein Viertel der Verstöße.

 

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