München Gute Noten für die MVG

Ein Bus der MVG ist plötzlich mit offener Tür losgerollt (Symbolbild) Foto: Petra Schramek

MÜNCHEN - Umweltfreundlich, pünktlich und sogar die Lokführer sind nett: Die meisten Münchner sind mit Bus, Tram und U-Bahn zufrieden. Doch es gibt auch Verbesserungsmöglichkeiten.

 

Zeugnisse für die MVG: Die Fahrgäste von Bus, Tram und U-Bahn sind überdurchschnittlich zufrieden mit dem Münchner Verkehrssystem. Sie gaben der MVG auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 4 (unzufrieden) den Wert 1,89. Befragt wurden dafür vergangenes Jahr pro Halbjahr 1500 Fahrgäste. 2008 hatten die Fahrgäste dem MVG noch eine 1,87 gegeben.

Sehr zufrieden waren die Kunden mit der Umweltfreundlichkeit der MVG-Flotte, der Sicherheit vor Belästigungen im Fahrzeug und an den Haltestellen und mit der Reisezeit. Das Schlusslicht auf der Zufriedenheitsskala ist der Punkt Störungsinformation – hier wünscht sich fast die Hälfte mehr Service.

Die Münchner sind mit ihren Öffentlichen zufrieden

Bundesweit steht der MVG vergleichsweise gut da. Bei der Befragung wurden die Fahrgäste auch gebeten, ihre generelle Zufriedenheit anzugeben – dies Mal auf einer Skala von 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden). 2009 erreichte die MVG hier einen Wert von 2,59 – eine Verbesserung im Vergleich zu 2008, als die Verkehrsgesellschaft bei 2,57 landete. Der Bundesdurchschnitt aller anderen Verkehrsverbünde liegt bei 2,78 – das Image der Stadtwerke-Tochter ist also überdurchschnittlich hoch.

MVG-Chef Herbert König, weiß, warum die MVG bei der Kundenzufriedenheit nicht ganz so gut abgeschnitten hat wie 2008: Dies sei „auf kleinere Abstriche bei einzelnen Leistungsmerkmalen insbesondere im U-Bahnbereich zurückzuführen“. Die MVG stand in der Kritik, weil sie spät abends die Taktfrequenz verringert hat. König stellte fest, dass die die MVG „bei einigen Linien inzwischen an unsere Leistungsgrenzen stoßen“.

Beim Hauptkritikpunkt – den Störungsinformationen – gelobt König Besserung: „Weiter verbessert werden soll auch die Fahrgastinformation im Störungsfall. Nachdem Betriebsstörungen natürlich immer ein Ärgernis darstellen, ist die Herausforderung in diesem Bereich natürlich besonders groß“, so König. tha

 

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