München Gefälschte Fanartikel: Polizei schnappt Verkäufer

Vor dem Champions-League-Finale der Damen im Olympiastadion verkauften zwei Niederländer gefälschte Fanschals. Foto: dpa

Gefälschte Fan-Artikel: Zwei Niederländer werden verhaftet, weil sie vor dem Damen-Champions-League-Finale gefälschte Fanschals verkauft haben.

 

München - Am Donnerstag, 17.05.2012, gegen 20.15 Uhr, wurde ein 27- jähriger Niederländer von zwei Polizeibeamten nach dem Damen-Champions-League-Finale am Olympiastadion beim Verkauf von Freundschaftsschals angetroffen.

Der Niederländer konnte dafür weder eine offizielle Erlaubnis, noch eine gültige Reisegewerbekarte vorweisen. Eine Prüfung vor Ort ergab, dass es sich bei der angebotenen Ware um Plagiate handelte. Insgesamt führt der 27-Jährige 14 solcher Schals mit sich. Ihm wurde daraufhin die vorläufige Festnahme erklärt und er wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Polizeiinspektion 44 (Moosach) gebracht.

Gegen 20.55 Uhr wurde ein weiterer Niederländer (29 Jahre alt) an der Parkharfe des Olympiageländes ebenfalls von zwei Polizeibeamten beim Verkauf der gleichen gefälschten Fanschals angetroffen. Nachdem auch diesem die vorläufige Festnahme erklärt worden war, führte er die Beamten zu seinem in der Nähe geparkten Pkw, in welchem sich noch in Kartons verpackt weitere zahlreiche Schals befanden.

Insgesamt besaß der 29-Jährige somit 353 gefälschte Schals. Auch diese Schals wurden sichergestellt. Die beiden Niederländer sind Freunde und waren zum Champions-League-Finale nach München gereist. Hier wollten sie die mitgebrachten Schals für ca. 10-15 Euro das Stück verkaufen.

Nach erfolgter Vernehmung wurde von jedem der Beiden eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro erhoben. Anschließend wurden sie zur erkennungsdienstlichen Behandlung ins Polizeipräsidium München gebracht und schließlich gegen Mitternacht wieder entlassen.

Laut einer aufgefundenen Rechnung wurden die gefälschten Schals in Portugal hergestellt und für ca. drei Euro das Stück in die Niederlande geliefert. Insgesamt haben sich die beiden Täter auf diese Weise 400 gefälschte Schals besorgt, von denen sie bis zu ihrer Festnahme letztlich 33 Stück an Fans verkaufen konnten. Strafanträge des FC Bayern, des FC Chelsea und der UEFA liegen vor.

Die Anzeigen werden der Staatsanwaltschaft München I vorgelegt und sämtliche sichergestellte Schals nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Während des gesamten CL-Einsatzes (Mittwoch-Abend bis Sonntagmorgen) wurden von den eingesetzten Beamten des PP München ca. 20 Verstöße gegen das Markenrecht durch den Verkauf von gefälschten Fan-Artikeln (Freundschafts-Schals, Fahnen, Anstecknadeln) festgestellt.

Bei den Verkäufern handelte es sich überwiegend um ausländische Besucher, welche zum Finale nach München gereist waren. Teilweise erfolgten die Verkäufe direkt aus den Wohnmobilen und sonstigen Fahrzeugen heraus. In einem Fall wurden sogar ca. 1800 gefälschte Schals bei einem italienischen Besucher aufgefunden, der sie zum Verkauf angeboten hatte. In der Regel wurden die vorrübergehend festgenommenen Verkäufer nach Erhebung einer Sicherheitsleistung und erkennungsdienstlicher Behandlung wieder entlassen.

Die jeweils mitgeführten Plagiate (überwiegend Schals) wurden sichergestellt. Während des gesamten CL-Einsatzes wurden über 5.200 gefälschte bzw. unzulässige Schals sichergestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I werden diese bis auf Ausnahmen zur Vernichtung direkt zur Müllverbrennung verbracht.

 

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