München „Bitte,bitte, gebt uns den Strand!“

Strandfeeling mitten in der Stadt – in München gestaltet sich das ein bisserl schwierig, und das aus vielen Gründen. Foto: Daniel von Loeper

Streit um Standort: Soll der Isarbalkon wieder ein Ziel für die Münchner Nachtschwärmer werden?

 

MÜNCHEN Anhänger des Kulturstrands an der Corneliusbrücke müssen weiter bangen. Platzt das Projekt? Gestern befasste sich die Referentenrunde mit dem Thema und kam zu dem Schluss: „Die Urbanauten haben den Stadtratsauftrag nicht erfüllt.“

Die Veranstalter hatten 2009 die Hausaufgabe aufbekommen, ein Konzept für verschiedene Standorte vorzulegen, an denen der Strand im Wechsel stattfinden könne. Doch von den genannten Ersatz-Plätzen „konnte kein einziger ernsthaft in Betrachtung gezogen werden“, heißt es bei der Stadt. Läuft es also auf den alten St(r)andort an der Brücke raus? Das muss der Stadtrat am 11. Mai entscheiden.

Jetzt meldete sich OB Ude zu Wort. Grundsätzlich stehe man dem Kulturstrand positiv gegenüber, gerade weil Städte wie Berlin gezeigt hätten, dass dadurch „Brachen und Unorte“ attraktiv genutzt werden könnten. „Leider werden von den Urbanauten aber nur Plätze vorgeschlagen, die bereits bestens frequentiert und mit Münchner Sehenswürdigkeiten bestückt sind.“

Die Veranstalter sind zerknirscht. In den Vorjahren habe man 120 Orte vorgeschlagen – keiner sei von der Verwaltung für gut befunden worden. Am 6. Mai soll der Strand starten, doch noch ist alles offen. „Das Ganze ist für uns existenzbedrohend“, sagt Benjamin David. Wenn das Projekt platzt, dann werde es wohl keine Urbanauten mehr geben. Mehr als 1300 Fans waren bis gestern Nachmittag einer Facebook-Gruppe beigetreten. Titel: „Bitte, bitte, bitte, gebt uns den Kulturstrand, wir sind auch ganz brav!“ lj

 

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