München Bewährung für Ex-Profi-Kicker Manfred Schwabl

Manfred Schwabl (42), der einst bei den Löwen und Bayern spielte, vor Gericht. Foto: Ronald Zimmermann

MÜNCHEN - Manfred Schwabl verließ erleichtert das Münchner Schöffengericht. Nach einem Geständnis wurde er wegen Insolvenzverschleppung und Betruges in Höhe von 880.000 Euro zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Ohne Verlängerung ging gestern der Prozess gegen den ehemaligen Fußball-Star Manfred „Manni“ Schwabl (42) vor einem Münchner Schöffengericht zu Ende. Nach 90 Minuten und einem Geständnis stand das Urteil fest: 4800 Euro Strafe wegen Insolvenzverschleppung, zwei Jahre mit Bewährung wegen Betruges und mindestens 50.000 Euro muss er als Bewährungsauflage bis zum 30. November 2008 an die BMW-Bank bezahlen.

Schwabl hatte 15,4 Millionen Euro Schulden

Wie berichtet, hatte Schwabl 1999 die marode Baufirma „Swatsch“ übernommen. Der Ex-Profi wollte die Firma sanieren. Anfangs lief das Geschäft. 19 Häuser wurden gebaut und verkauft. Doch bei einem Großprojekt in Putzbrunn gab es Probleme. Um die Durststrecke zu überwinden, nahm Schwabl 880.320 Euro Kredit bei der BMW-Bank auf. Laut Staatsanwaltschaft unter Vorspieglung falscher Tatsachen. Seine Schulden hatte er mit 5,8 Millionen Euro angegeben. In der Tat hatte er aber 15,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Hinzu kam noch, dass die Krankenkassenbeiträge einer Sekretärin nicht bezahlt wurden.

"Ich war der Chef. Ich muss den Kopf hinhalten"

Über Anwalt Hermann Borchert legte Schwabl ein Geständnis ab und konnte eine Bankbürgschaft über 50.000 Euro für die BMW-Bank dem Gericht vorlegen. Außerdem haftet Schwabl für sämtliche Schulden: „Ich war der Chef. Ich muss den Kopf hinhalten, auch wenn ich nicht für alles verantwortlich war.“ th

 

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