München Baustelle Marienplatz: Sperrengeschoss wird modernisiert

Düster und schmuddelig: Im Sperrengeschoss unterm Marienplatz herrscht Sanierungsbedarf. Foto: Mike Schmalz

Das Sperrengeschoss wird modernisiert. Bis Ende des Jahres 2012 soll alles fertig sein. Geplant sind eine bessere Übersichtlichkeit, größere Verkaufsflächen und ganz viel Licht.

 

MÜNCHEN Einladend ist anders: Die Zeit hat im Sperrengeschoss am U- und S-Bahnhof Marienplatz eindeutig Spuren hinterlassen. Im freundlichsten Fall könnte man vielleicht noch sagen, das Bauwerk versprühe den Charme der frühen 70er Jahre. Doch damit soll Schluss sein. Jetzt, nach fast 40 Jahren Nutzungsdauer, steht eine umfassende Modernisierung an.

„Schäden an der Bausubstanz erfordern eine grundlegende Sanierung des Bauwerks“, heißt es bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Deswegen loben die Stadtwerke jetzt einen Wettbewerb aus. Dabei soll ein architektonisches Konzept für die Modernisierung und Neuordnung des Sperrengeschosses gefunden werden.

Eine gewisse Vorstellung davon, was die Schönheitskur bringen soll, gibt es freilich schon. MVG-Chef Herbert König sagt: „Ziel ist es, dem Sperrengeschoss wieder ein zeitgemäßes, freundliches und offenes Erscheinungsbild zu verleihen.“ Die Übersichtlichkeit und damit das Sicherheitsgefühl für die Nutzer solle erhöht werden. Außerdem steht auf dem Wunschzettel der MVG: Eine Erweiterung der vorhandenen Verkaufsflächen – und zwar so, dass auch bisher ungenutzte Nebenflächen verwertet werden. Eine weitere Aufgabe, die MVG-Chef König den Architekten aufgibt: „Aufgrund der beschränkten Raumhöhe und des fehlenden Tageslichts soll der Lichtgestaltung besonderes Augenmerk geschenkt werden.“

Bereits im Spätsommer soll der Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Stadtwerke streben nämlich an, dass das neu herausgeputzte Sperrengeschoss bis Ende 2012 fertig gestellt werden soll. Will die Stadttochter das Projekt ganz alleine schultern? Ein SWM-Sprecher: „Ob das Ganze mit einem Partner passieren wird, halten wir uns offen.“

Julia Lenders

 

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