München Aus für die 75 Watt-Birne

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MÜNCHEN - Ab 1. September werden sie nicht mehr verkauft.Die Alternative: Energiesparlampen

 

Im vergangenen Jahr traf der EU-Stufenplan für effiziente Beleuchtung bereits Glühbirnen bis 100 Watt, zum 1. September 2010 werden auch 75-Watt-Birnen vom Markt genommen. Geplant ist eine stufenweise Abschaffung von Glühlampen und Halogenlampen niedriger Effizienz bis 2016. Zukünftige Alternative: Energiesparlampen.

Interessante Fakten

„Mit Energiesparlampen kann bis zu 80 Prozent Energie im Vergleich zu Glühlampen eingespart werden – und das bei entsprechender Helligkeit“, erklärt Alfred Wacker vom Arbeitskreis Licht und Gesundheit. Hochwertige Produkte spenden bis zu 15000 Stunden Licht. Das ist 15 Mal länger als bei herkömmlichen Glühbirnen.

Tipps zum Kauf

Energiesparlampen werden viel differenzierter angeboten als Glühbirnen. So braucht man am Arbeitsplatz eine andere Lampenart als im Treppenhaus. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Eine 60-Watt- Glühbirne kann gegen eine 15-Watt- Energiesparlampe ersetzt werden. Besser ist es aber, sich am Lumenwert (lm) zu orientieren. Dieser gibt die Helligkeit an und muss ab 1. September auf der Lampenverpackung abgedruckt sein.

Entsorgung

Energiesparlampen sind recyclebar und gehören somit nicht in den Hausmüll, sondern müssen an speziellen Sammelstellen entsorgt werden. Über www.lichtzeichen.de findet man schnell Entsorgungsstationen in seiner Nähe.

Gesundheit

Allen gängigen Vorurteilen zum Trotz sind Energiesparlampen nicht gesundheitsgefährdend. „Mit dem Quecksilber eines Fieberthermometers könnte man rund 500 Lampen betreiben“, erklärt Dr. Michael Rössert vom Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Auch der entstehende Elektrosmog überschreitet den Grenzwert des Bundesamts für Strahlenschutz nicht. Ein Tipp von den Experten: Zerbricht eine Lampe, sollte man das Zimmer kurz durchlüften und Handschuhe beim Aufsammeln der Scherben anziehen.

Anne Fichtel

 

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