München 28,9 Millionen Euro: Pasings neuer Bahnhof

Eine vierspurige Straße, Bäume, eine Lärmschutzwand und ein neues Terminalgebäude. So wird die Nordumgehung die Rückseite des Pasinger Bahnhofs verändern. Foto: Rakete

MÜNCHEN - Die Stadt baut für 29 Millionen Euro einen neuen Terminal auf der Rückseite des historischen Gebäudes. Es gibt Parkflächen für fast 1000 Radl. Bis 2015 soll der westliche Stadtteil erneuert werden.

 

Die Container für die Läden stehen schon, jetzt wird es ernst mit dem Neubau am Pasinger Bahnhof: Ende des Jahres werden die Läden und Serviceeinrichtungen auf der heruntergekommenen Rückseite des historischen Bahnhofsgebäudes abgerissen. Dann baut die Stadt dort ein neues Terminal. Kosten: 28,9 Millionen Euro. Der Bauausschuss des Stadtrats gab gestern dazu seinen Segen.

Das neue Terminalgebäude gehört zum Großprojekt „Nordumfahrung Pasing“, bei der die künftige Umgehungsstraße zwischen dem Bahnhof und den Gleisen vorbeiführen wird. Das Terminal selbst wird 76 Meter lang, zehn Meter breit und zweigeschossig. Bis 2012 soll es fertig sein. In das neue Gebäude ziehen die Läden wieder ein und die Sozial- und Technikräume des Bahnhofs. Der Zugang zu den Bahngleisen ist dann unter der vierspurigen Straße.

Zu dem Projekt gehört auch eine unterirdische Abstellanlage für rund 750 Räder. Zusätzlich werden zwischen der Nordumgehung und den Pasing Arcaden neben dem Bahnhof (gerade im Bau) überdachte Doppelstock-Fahrradständer für 200 Räder gebaut. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Zugang zu den Gleisen erhalten, verspricht das Baureferat.

Das Ziel ist es, dass die Nordumgehung Pasing und das Terminal im Jahre 2012 gleichzeitig fertig werden. Anschließend geht es an die Begrünung. Insgesamt kostet das Projekt „Nordumgehung Pasing“ die Stadt 73,4 Millionen Euro. Nach Abschluss des Bauprojekts wird ab 2012 der Verkehr aus der Pasinger Innenstadt größtenteils herausgehalten. Heute schieben sich jeden Tag mehr als 40000 Autos vom „Knie“ ins Pasinger Zentrum.

Wenn der lärmende Autoverkehr dann auf die Nordumgehung abgedrängt ist, wird das Pasinger Zentrum runderneuert: Mehr Ruhe, mehr Grün und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. 26 Millionen Euro will die Stadt dafür nach den Plänen des Baureferats ausgeben.

Der Pasinger Marienplatz wird eine breite Fußgängerfurt bekommen, die Trambahnlinie 19 erhält eine neue Endstation am Bahnhof (heute am Marienplatz), und der Rathausplatz wird zum kleinen Park. Bei der Umgestaltung fallen zwar 33 Bäume weg, es werden aber 180 neue gepflanzt. Bis 2015 soll alles fertig sein. Willi Bock

 

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