Mu Kanazaki Nicht jeder Japaner ist ein Kagawa

Bis zum Sommer darf Mu Kanazaki noch beim Club mittrainieren. Wenn er nicht überzeugen kann, muss er gehen. Foto: Christian Dotterweich

Noch eine Chance: Der 1. FC Nürnberg gewährt Mu Kanazaki eine letzte Bewährungsprobe. Sollte er bis zur Sommervorbereitung immer noch nicht überzeugen können, wird er wohl gehen müssen.

 

Nürnberg – Shinji Kagawa ist schuld. Der Ex-Dortmunder in Diensten von Manchester United sorgt dafür, dass in Fußball-Deutschland ein wahrer Japan-Hype ausgebrochen ist. Selbst der FCN hat seine Quoten-Asiaten.

Für Hiroshi Kiyotake überwiesen die Franken im Sommer eine Million Euro ins Land der aufgehenden Sonne. Ablösefrei dazu gab’s noch im Winter Mu Kanazki, damit Kiyo sich nicht so alleine fühlt.

Die Fähigkeiten eines Kiyotake sind beim Club unbestritten – auch wenn der 23-Jährige seiner Bestform derzeit weit hinterher hinkt. Von den Qualitäten seines Landsmannes Kanazaki zweifelt man mittlerweile beim FCN.

Für die Kicker aus dem Land des Lächelns schmeißt FCN-Sportvorstand Martin Bader seine Vorgaben für Neuzugänge (jung, talentiert, sehr gut ausgebildet, Deutsch-sprechend, aus den Deutschen Nachbarstaaten) schon mal über den Haufen.

Dass er eigentlich Yoichiro Kakitani und nicht Mu Kanazaki an den Valznerweiher holen wollte, bestätigte Bader nun. Die Zeit von Mu Kanazaki (Vertrag noch bis 2014) neigt sich derweil nach vier Kurzeinsätzen beim Club dem Ende.

Die Sommervorbereitung darf der wegen seines Vornamens bei den Fans beliebte Offensivspieler noch mittrainieren. Und dann? „Von ihm muss mehr kommen“, ist Martin Bader in einem Zeitungsinterview enttäuscht.

Kagawa kostete dem BVB 350.000 Euro Ablöse, ein paar Reisen nach Japan samt Video-Analysen. Der kleine Wirbelwind verließ Dortmund zwei Jahre später für 16 Millionen Richtung Insel. Ein mehr als erträgliches Geschäft für Watzke und Co, was bei Mu Kanazaki und dem Club sicher ausbleiben wird: Wo Japan draufsteht, muss Kagawa nicht drin stecken!

 

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