Mordopfer Katrin Michalk: Trauerfeier in Sachsen

Am 4. Januar wird Katrin Michalk an ihrer Haustür in Obersendling ermordet. Das letzte Foto (links) von ihr stammt aus einer Überwachungskamera in der S-Bahn. Foto: Polizei

In der Oberlausitz nimmt die Familie Abschied von der Verlagsangstellten, die in Obersendling im Treppenhaus ermordet wurde

München -
In Klix, einem Dorf in der Oberlausitz in Sachsen, wird an diesem Samstag Katrin Michalk (†31) beigesetzt. Der Friedhof ist zwei Kilometer von einem noch kleineren Ort mit rund 140 Einwohnern entfernt, aus dem die junge Frau stammte.

 

Wie berichtet, war die Controllerin, die für den renommierten Sachbuch-Verlag Gräfe und Unzer arbeitete, am 4. Januar auf dem Heimweg vom Sport an ihrer Haustür in Obersendling mit einem Küchenmesser erstochen worden. Zwei der insgesamt 18 Messerstiche waren tödlich. Bislang gibt es noch keine heiße Spur zum Täter.

Mehr als 20 Beamte arbeiten in der Ermittlungsgruppe „Aidenbach“, die nach der U-Bahnstation heißt, in der Katrin Michalk ausstieg, um nach Hause zu kommen. Die Mordkommission wird von dem Profiler Alexander Horn unterstützt.

Viel Hoffnung setzen die Ermittler auf die Auswertung der Spuren auf dem Daunenmantel, den Katrin Michalk zur Tatzeit trug. Dabei wird enormer Aufwand betrieben: Experten haben den Mantel in 1500 Stücke zerteilt und suchen jetzt nach DNA-Spuren des Täters. Ein Drittel wurde bislang abgearbeitet. Nach AZ-Informationen belaufen sich die Kosten für die Labor-Untersuchungen bereits auf mehr als 100.000 Euro.

Familie und Freunde möchten im engsten Kreis Abschied nehmen. Unter den Trauernden ist auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Michalk, Katrins Tante.

 

0 Kommentare