Mordkommission ermittelt Automatensprenger von Germering: Ihnen droht lebenslang

Die Polizei untersuchte am Mittwoch den Tatort an der Spardabank in Germering. Foto: AZ

Die Täter müssen sich wegen versuchter Tötung verantworten. Einer der Geldautomatensprenger ist noch immer auf der Flucht.

 

Germering - Mittwochnacht vergangener Woche haben zwei Täter in Germering versucht, einen Geldautomaten in einer Sparda-Bank zu sprengen. Das SEK nahm die Bande in einer spektakulären Aktion fest. Jetzt ermittelt sogar die Mordkommission.

Mehrere Polizisten verletzt

Die Polizei hat am Montag weitere Details zu der aufsehenerregenden Festnahme der Bankautomaten-Sprenger mitgeteilt. Demnach wurde ein SEK-Beamter bei der versuchten Flucht der Gangster vom Tatort mit einem hochmotorisierten Audi eingeklemmt und verletzt. Auch zwei weitere Beamte trugen Blessuren davon.

Die Täter hatten versucht, mit dem Audi RS 5 die umstellenden Polizeifahrzeuge zur Seite zu schieben. Dabei habe sich für die Polizisten eine hochbrisante Situation ergeben, sie wurden verletzt. Aufrund der aktuellen Ermittlungen und der Tatsache, dass die Täter direkt auf Beamte zugefahren sind, wird nun wegen versuchten Mords sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Die Mordkommission hat den Fall übernommen.

Fast 30 Schüsse hat die Polizei bei dem spektakulären Einsatz in Germering abgefeuert (AZ berichtete). Von den Schüssen, die das Fluchtauto stoppen sollten, trafen zwei Kugeln einen 27-jährigen Verdächtigen. Der Mann sitzt mit zwei Frauen und einem weiteren Mann in U-Haft.

Ein Verdächtiger ist noch immer auf der Flucht. Nach dem Mitglied der "hochprofessionellen und sehr brutalen Bande" werde mit Hochdruck gefahndet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Ermittler prüfen nun, ob die Bande aus den Niederlanden für vier Geldautomaten-Sprengungen in diesem Jahr im Raum München verantwortlich ist.

 

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